USA raus aus dem Irak
Die USA haben ihren Militäreinsatz im Irak offiziell beendet. Nach Angaben des Pentagons wurden die letzten rund 2500 US-Soldaten abgezogen, zuletzt vor allem aus Erbil, Bagdad und der Grünen Zone.
Mehr als 20 Jahre nach dem Sturz von Saddam Hussein ist ein weiterer großer Abschnitt der US-Militärpräsenz im Irak zu Ende gegangen: Die USA und ihre Partner haben den Einsatz „Inherent Resolve“ offiziell abgeschlossen. Das teilte das Pentagon in Washington mit. Die internationale Mission war 2014 gestartet worden, nachdem die Terrororganisation IS weite Gebiete im Irak und in Syrien unter ihre Kontrolle gebracht hatte.
Nach Angaben des Pentagons erfolgte das Ende des Einsatzes auf Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen den USA und dem Irak aus dem September 2024. Der letzte Schritt war demnach der Abzug von Truppen und Ausrüstung vom Luftwaffenstützpunkt in Erbil. In Washington wird das als Abschluss der Militärmission gewertet, mit der der IS im Irak militärisch besiegt worden sei.
Abzug in Etappen
Der Rückzug kam nicht überraschend, sondern lief bereits seit dem vergangenen Jahr. Die Anti-IS-Koalition zog sich nach und nach aus ihren Stützpunkten im Land zurück und war zuletzt fast nur noch in Nordkurdistan präsent. Laut Pentagon waren in den vergangenen Jahren noch rund 2500 US-Soldaten im Irak stationiert.
- letzte Standorte unter anderem in Erbil
- Präsenz nahe dem Flughafen von Bagdad
- Einheiten auch in der Grünen Zone der Hauptstadt
Die irakische Regierung hatte den vollständigen Abzug bereits am Sonntag gemeldet. In Bagdad wurde das am Mittwoch mit einer Militärparade gefeiert. Gleichzeitig betont Washington, dass nun vor allem die irakische Regierung selbst für die Sicherheitslage verantwortlich sei. Dazu zählen aus Sicht der USA sowohl verbliebene IS-Strukturen als auch mit dem Iran verbündete Milizen.
Sicherheitslage bleibt angespannt
Ganz entspannt ist die Lage im Irak aber nicht. Laut dem Bericht hat sich die Sicherheitslage zuletzt wieder verschlechtert. Hintergrund ist der Krieg gegen den Iran, den die USA Ende Februar gemeinsam mit Israel begonnen haben. Der Irak wurde dabei mehrfach zum Schauplatz von Angriffen. Proiranische Milizen nahmen unter anderem die US-Botschaft in Bagdad und den Stützpunkt in Erbil ins Visier, während das US-Militär wiederum Ziele dieser Milizen im Irak angriff.
Quelle: DW Deutsch






