Inflation springt auf 3,3 Prozent
In Deutschland ist die Inflationsrate im September auf 3,3 Prozent gestiegen. Hauptgrund sind massiv teurere Energie- und Spritpreise, während Lebensmittel sich nur leicht verteuerten.
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Die Preise in Deutschland sind im September spürbar stärker gestiegen als noch im Monat zuvor. Nach der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts lag die Inflationsrate bei 3,3 Prozent und damit höher als im August mit 2,9 Prozent. Damit klettert die Teuerung erstmals seit Ende 2023 wieder über die Marke von drei Prozent.
Energie treibt die Preise nach oben
Der wichtigste Grund für den Anstieg sind deutlich höhere Energiekosten. Vor allem an den Zapfsäulen wurde es für Verbraucher teuer: Hintergrund sind stark gestiegene Ölpreise, die im Zuge des Kriegs im Nahen Osten zeitweise über 100 Dollar pro Barrel lagen. Laut ADAC wurden im September mehrfach Rekordpreise für Diesel und Benzin fällig.
Besonders kräftig legten dabei die Preise für Kraftstoffe und Heizöl zu. In Nordrhein-Westfalen mussten Verbraucher für Diesel 48,7 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr, bei Benzin waren es 33,8 Prozent mehr. Heizöl verteuerte sich dort sogar um 49,9 Prozent.
- Inflation September: 3,3 Prozent
- Inflation August: 2,9 Prozent
- Kerninflation: 2,4 Prozent
- Monatlicher Anstieg: 0,6 Prozent
Lebensmittel bleiben vergleichsweise stabil
Anders sieht es bei Nahrungsmitteln aus: Sie kosteten im September im Schnitt nur 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dienstleistungen wie Reisen oder Versicherungen verteuerten sich um 2,7 Prozent. Die sogenannte Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Energie und Lebensmittel, lag erneut bei 2,4 Prozent.
Die Bundesregierung will nun gegensteuern: Ab dem 1. Oktober gilt wieder ein Tankrabatt, der die Steuern auf Sprit für drei Monate um rund 17 Cent je Liter senkt. Fachleute rechnen damit, dass das die Inflation bis zum Jahresende etwas bremsen könnte. Gleichzeitig bleibt das Risiko hoch, dass teure Energie, Trockenheit und Lieferprobleme auch weitere Preise nach oben ziehen.
Quelle: Tagesschau






