Politik

Deutschlandticket wird teurer

30. September 2026
Deutschlandticket wird teurer

Das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2027 bundesweit 66,80 Euro im Monat. Damit steigt der Preis zum dritten Mal seit der Einführung, Kritik kommt von Umwelt- und Fahrgastverbänden sowie aus der Politik.

Foto: Wikimedia Commons / Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland, CC BY-SA 2.0

Wer das Deutschlandticket nutzt, muss sich ab dem kommenden Jahr auf höhere Kosten einstellen: Vom 1. Januar 2027 an liegt der Preis bei 66,80 Euro pro Monat. Das sind 3,80 Euro mehr als bisher. Die Entscheidung wurde nach Angaben der Verkehrsministerkonferenz der Länder auf Basis einer neuen Kostenberechnung getroffen.

Dritter Aufschlag seit dem Start

Für Pendlerinnen, Pendler und Studierende steigen auch die vergünstigten Varianten. Das Jobticket kostet künftig 63,46 Euro, das Semesterticket 40,08 Euro. Insgesamt ist es bereits die dritte Preiserhöhung seit Einführung des Angebots: Gestartet war das Ticket einst für 49 Euro, 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, in diesem Jahr auf 63 Euro.

Ermittelt wurde der neue Preis erstmals über einen Kostenindex. In diese Rechnung fließen unter anderem Personal-, Energie- und Betriebskosten ein. Die Berechnungen übernahm das eigens für das Deutschlandticket gegründete Unternehmen D-Tix. Danach befasste sich der Koordinierungsrat Deutschlandticket mit dem Ergebnis, in dem Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und die Verkehrsbranche vertreten sind.

Kritik an Bund und Preismechanismus

Schon vor der Entscheidung hatte es deutlichen Gegenwind gegeben. Der BUND hält die erneute Erhöhung für das falsche Signal und verweist auf Steuergeld für einen weiteren Tankrabatt. Auch aus dem Fahrgastverband Pro Bahn kam Kritik: Ein weiteres Plus beim Preis werde nur widerwillig akzeptiert. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bemängelte zudem, dass die Bundesregierung im Koalitionsvertrag Preisstabilität zugesagt habe. Bund und Länder unterstützen das Ticket bislang mit jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, um die Verluste der Verkehrsunternehmen zu begrenzen.

Trotz der Kritik bleibt das Deutschlandticket ein Massenangebot: Aktuell nutzen es etwa 14,5 Millionen Menschen im bundesweiten Regional- und Nahverkehr. Aus Sicht der Befürworter wird damit umso wichtiger, beim Preis für mehr Verlässlichkeit zu sorgen.

Quelle: Tagesschau

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