Politik

Rückendeckung für Berlin

03. September 2026
Rückendeckung für Berlin

Beim Treffen des Weimarer Dreiecks in Weimar haben Frankreich und Polen Deutschlands Kurs nach dem mutmaßlich russischen Drohnen-Vorfall unterstützt. Neue Maßnahmen wurden jedoch nicht beschlossen.

Beim Treffen des Weimarer Dreiecks in Thüringen haben sich Frankreich und Polen demonstrativ hinter Deutschland gestellt. Nach dem versuchten Drohnenangriff von Leipzig, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht, ging es in Weimar vor allem um Härte gegenüber Moskau, weitere Hilfe für die Ukraine und die Frage, wie Europa in der Krise geschlossen bleibt.

Rückhalt nach dem Drohnen-Vorfall

Die drei Außenminister kamen in einer Phase neuer Spannungen zusammen. Deutschland hatte zuvor als Reaktion auf den Vorfall Maßnahmen gegen Russland angekündigt. Dazu gehören unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie das Aus für den Vertrag über das Russische Haus in Berlin. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Einrichtung auch für Geheimdienstzwecke genutzt wird oder genutzt werden kann.

Klare Worte, aber keine neuen Beschlüsse

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul betonte in Weimar mehrfach, die Maßnahmen seien eine Reaktion auf das Verhalten Russlands. Zugleich machte er deutlich, dass die Bundesregierung zwischen der russischen Bevölkerung und dem System um Präsident Putin unterscheidet. Nach seiner Darstellung liege das Problem bei der aktuellen russischen Führung.

Für zusätzliche Brisanz sorgte die Ankündigung aus Moskau, die Goethe-Institute in Russland zu schließen. Wadephul bedauerte das und verwies auf deren Rolle als kulturelle Brücke. Gerade deshalb wirkt der Zeitpunkt symbolisch: In Weimar, der Stadt Goethes, suchten Deutschland, Frankreich und Polen den Schulterschluss gegen Russlands Kurs. Konkrete neue Maßnahmen kamen bei dem Treffen allerdings nicht heraus.

Quelle: Tagesschau

Mehr aus Politik

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien
Politik07. Oktober 2026

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien

Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pest-Instituts bei Irkutsk ist gestorben, ein Lungenpestfall ist aber nicht bestätigt; WHO und USA fordern Aufklärung.

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt
Politik07. Oktober 2026

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig gegen digitale Gewalt beschlossen, nun berät der Bundestag darüber.

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause
Politik07. Oktober 2026

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause

Die Spitzen von Union und SPD beraten am Abend im Kanzleramt über den Reformkurs, die SPD verlangt Änderungen am Paket, Kanzler Friedrich Merz will die bisherige Linie halten.

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Politik07. Oktober 2026

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober
Politik07. Oktober 2026

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall haben Menschen in Israel der Opfer gedacht, am Nova-Gedenkort bei Reim ab 6.29 Uhr Ortszeit mit einer Schweigeminute.

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg
Politik07. Oktober 2026

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt steht erstmals in einem Bundesland ein AfD-Politiker an der Spitze des Landtags: Tobias Rausch wurde am 6. Oktober mit 48 Stimmen gewählt.