Dänemark warnt vor Sabotage
Der dänische Nachrichtendienst PET warnt vor konkreten russischen Sabotageplänen gegen die Verteidigungsindustrie. Im Fokus stehen laut Behörden offenbar Firmen, die Waffen für die Ukraine herstellen.
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Der dänische Inlandsnachrichtendienst PET schlägt Alarm: Nach Angaben der Behörde gibt es konkrete Hinweise auf russische Sabotagepläne in Dänemark. Im Visier stehen demnach vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie, die Waffen für die Ukraine produzieren.
Wie aus den Äußerungen des PET hervorgeht, soll Moskau solche Aktionen aktiv vorbereiten. Genannt werden unter anderem mögliche Brandanschläge. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden könnte damit gleich doppelt Druck aufgebaut werden: Einerseits durch Angst in der Bevölkerung, andererseits durch Störungen bei Lieferungen an die Ukraine.
Warnung an die Öffentlichkeit
Ungewöhnlich ist vor allem, dass der dänische Dienst mit seiner Einschätzung an die Öffentlichkeit geht. Normalerweise äußert sich PET zu solchen Lagen nicht offen. Diesmal seien die Vorbereitungen aber so konkret und die möglichen Folgen so gravierend, dass eine öffentliche Warnung notwendig sei.
Besonders brisant: Laut PET versuchen russische Geheimdienste offenbar auch, „ganz normale Dänen“ für Spionage- und Vorbereitungshandlungen zu gewinnen. Dabei gehe es laut Behörde nicht unbedingt um filmreife Agentenaktionen, sondern um scheinbar alltägliche Aufträge.
- Fotos von Anlagen machen
- Zugangswege und Sicherheitsvorkehrungen prüfen
- Beobachtungen an russische Stellen weitergeben
Sabotage in Europa als größeres Muster
Die Warnung aus Dänemark passt zu einer Entwicklung, die in Europa seit Längerem beobachtet wird. Immer wieder gibt es Berichte über Sabotage, Spionage, Cyberangriffe oder Desinformation mit möglichem Russland-Bezug. Erst zuletzt machte auch die Bundesregierung Russland für den Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und verhängte Strafmaßnahmen mit Unterstützung der EU. Moskau weist Vorwürfe zurück, hinter hybrider Kriegsführung zu stecken.
Quelle: Tagesschau






