Raketenalarm über Kiew
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut von russischen Raketenangriffen getroffen worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von Attacken auf Wohnhäuser, Geschäftszentren und weitere zivile Ziele in insgesamt neun Regionen.
Foto: Wikimedia Commons / Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Dienstagfrüh erneut unter russischen Beschuss geraten. In der Stadt waren mehrere heftige Explosionen zu hören, nachdem zuvor während eines Luftalarms die Flugabwehr aktiviert worden war. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden dabei auch ballistische Raketen abgefangen.
Selenskyj sprach in sozialen Netzwerken von einer weiteren Eskalation durch Russland. Zugleich bedankte er sich bei internationalen Partnern für Hilfe bei der Luftverteidigung. Besonders hob er ein NASAMS-System hervor, das mit Unterstützung aus den USA und Norwegen geliefert worden sei. Auch Deutschland und Frankreich nannte er in Zusammenhang mit der Stärkung der Flugabwehr.
Treffer in Wohngebieten und an Bildungseinrichtungen
Nach Darstellung des Präsidenten richteten sich die Angriffe in Kiew unter anderem gegen Daten- und Geschäftszentren sowie gegen Wohnhäuser. Bürgermeister Witali Klitschko berichtete später über Schäden in mehreren Stadtteilen. Im Bezirk Solomjanka sei ein Verwaltungsgebäude getroffen worden, außerdem seien Raketentrümmer in den Hof eines Wohnhauses gestürzt. Auch ein Gebäude einer Bildungseinrichtung wurde demnach beschädigt.
Angriffe weit über Kiew hinaus
Nicht nur die Hauptstadt war betroffen. Selenskyj zufolge wurde in der Region Odessa eine Bildungseinrichtung attackiert, ebenso ein Studierendenwohnheim. Außerdem seien dort zwei ausländische Schiffe getroffen worden. Insgesamt seien in der Nacht neun Regionen Ziel russischer Angriffe gewesen.
- Schäden an Energieobjekten
- Treffer bei zivilen Unternehmen
- Beschädigte Wohnhäuser
Die neuen Attacken zeigen erneut, wie breit die Angriffe über das Land verteilt sind. Aus Kiew und anderen betroffenen Regionen wurden vor allem Schäden an ziviler Infrastruktur gemeldet.
Quelle: ORF






