Hegseth kürzt Armee radikal
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth baut die amerikanischen Streitkräfte um. In Quantico kündigte er an, die Zahl der Generäle, Admirale und Planstellen um insgesamt 20 Prozent zu senken – und Elon Musk in ein Zukunftsprojekt des Pentagons einzubinden.
Foto: Wikimedia Commons / U.S. Department of Defense, Public domain
Die US-Armee steht vor einem tiefen Umbau: Pete Hegseth hat auf dem Militärstützpunkt Quantico eine weitere Verschlankung der Streitkräfte angekündigt. Nach Angaben des US-Verteidigungsministers sollen sowohl die Zahl der ranghöchsten Offiziere als auch die entsprechenden Planstellen deutlich sinken. Unterm Strich spricht Hegseth von einer Reduzierung um 20 Prozent.
Nach seiner Darstellung wurden bereits zehn Prozent der Generäle und Admirale aus den Streitkräften entfernt. Zusätzlich habe das Pentagon die Gesamtzahl der vorgesehenen Spitzenposten noch einmal um weitere zehn Prozent heruntergesetzt. Damit geht Hegseth weiter als bislang bekannt. Ende Juli hatte das Pentagon noch rund 850 Generäle und Admirale gezählt.
Umbau an der Spitze
Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Hegseth zahlreiche hochrangige Militärs ausgetauscht. Kurz vor dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wurden unter anderem Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti entlassen. Weitere Spitzenvertreter gingen in den Ruhestand oder traten zurück, darunter Anfang September auch der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll nach wiederholten Konflikten mit Hegseth.
- 10 Prozent weniger Generäle und Admirale
- 10 Prozent weniger Planstellen auf dieser Ebene
- Zusammen ergibt das laut Hegseth 20 Prozent weniger Führungsposten auf dem Papier
Für Diskussionen sorgt auch, wen die Kürzungen besonders treffen: Laut dem Bericht waren Frauen und Afroamerikaner überdurchschnittlich stark betroffen. Hegseth hatte schon im vergangenen Jahr einen harten Ton angeschlagen und Teile der Truppe als nicht fit genug kritisiert. Damals verband er das mit einem strengen Fitnesskurs und der Drohung, andernfalls Soldaten zu entlassen.
Musk soll Kriegsführung der Zukunft prüfen
Parallel dazu bekommt Elon Musk eine neue Rolle im Umfeld des Pentagon. Der Tech-Milliardär soll bei „Projekt Meridian“ zu den prominenten Köpfen gehören, die sich mit der künftigen Kriegsführung befassen. Nach Hegseths Angaben geht es darum, technologische Felder zu identifizieren, in denen die USA künftig dominieren müssen. Dabei nannte er ausdrücklich auch autonome Waffensysteme und Künstliche Intelligenz, die ohne direkten menschlichen Eingriff agieren können.
Quelle: Tagesschau






