Flut-Drama in Indien und Nepal
Heftige Regenfälle haben in Nordindien und Nepal schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mehr als 80 Menschen kamen ums Leben, Tausende sind betroffen, viele Häuser wurden zerstört oder beschädigt.
Foto: Government of India / Wikimedia Commons, Public domain
Heftige Regenfälle haben in Nordindien und Nepal eine neue Flutkatastrophe ausgelöst. In beiden Ländern starben nach Behördenangaben zusammen mehr als 80 Menschen. Neben den Überschwemmungen sorgen auch Erdrutsche für Verwüstung, zahlreiche Menschen werden weiterhin vermisst.
Besonders hart traf es den indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Dort kamen in den vergangenen drei Tagen 56 Menschen ums Leben. Weitere 46 wurden verletzt. Nach Angaben der Regierung wurden außerdem mehr als 1.000 Häuser beschädigt, auf Feldern entstanden schwere Schäden. In Lakhnau und anderen Orten blieben Schulen geschlossen. Die Regenmengen fielen dabei weit über dem üblichen Niveau aus: Von Freitag bis Sonntag wurden 66,5 Liter pro Quadratmeter gemessen, der saisonale Durchschnitt liegt bei 7,6 Litern.
Evakuierungen und zerstörte Häuser
Auch in anderen Teilen Indiens ist die Lage ernst. Im ostindischen Bundesstaat Odisha mussten wegen der Überschwemmungen mehr als 75.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Dort traten nach Medienberichten ebenfalls Flüsse über die Ufer.
- Uttar Pradesh: 56 Tote, 46 Verletzte, mehr als 1.000 beschädigte Häuser
- Odisha: mehr als 75.000 Menschen evakuiert
- Nepal: 21 Tote, sieben Vermisste, 194 beschädigte Häuser
Nepal weiter im Krisenmodus
Im benachbarten Nepal, das noch immer unter den Folgen der schweren Sturzflut von Ende August leidet, kamen seit Donnerstag weitere 21 Menschen ums Leben. Fünf Menschen wurden verletzt, sieben werden noch vermisst. Überschwemmungen und Erdrutsche beschädigten dort 194 Häuser.
Fachleute sehen in solchen Extremereignissen auch ein Warnsignal: In Südasien nimmt die Zahl schwerer Wetterlagen nach ihrer Einschätzung durch den Klimawandel zu. Erst Ende August hatte eine gewaltige Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet mehr als 1.400 Menschen das Leben gekostet, Tausende gelten dort noch immer als vermisst.
Quelle: Tagesschau






