Wiesn-Videos als schmutziges Geschäft
Ein Podcast von tagesschau und BR24 beleuchtet, wie auf dem Oktoberfest gezielt intime Aufnahmen vom Teufelsrad gemacht werden. Laut der Recherche steckt dahinter ein Netzwerk, das mit solchen Videos offenbar Geld verdient.
Foto: Wikimedia Commons / 9EkieraM1, CC BY-SA 3.0
Auf dem Oktoberfest gehört das Teufelsrad seit Jahren zu den bekanntesten Attraktionen. Das Fahrgeschäft lebt davon, dass Menschen auf einer rotierenden Scheibe möglichst lange sitzen bleiben, während das Publikum zuschaut und anfeuert. Doch genau diese Mischung aus Spektakel und Nähe zur Menge wird offenbar zunehmend ausgenutzt.
Recherche zu Aufnahmen vom Teufelsrad
Im Podcast 11KM von tagesschau wird ein Problem beleuchtet, das laut der beteiligten Journalist:innen seit einigen Jahren wächst: Unter den Zuschauerinnen und Zuschauern stehen demnach immer mehr Menschen, die gezielt filmen. Ihr Ziel ist es offenbar, Szenen einzufangen, in denen Frauen auf dem Fahrgeschäft das Dirndl hochrutscht.
Wie aus der Folge hervorgeht, lässt sich mit solchen Videos offenbar viel Geld verdienen. BR-Datenjournalistin Katharina Brunner berichtet darin gemeinsam mit der Recherche ihres Teams, dass sie ein ganzes Netzwerk hinter diesen Aufnahmen aufspüren konnten. An der Recherche beteiligt waren außerdem Rebecca Ciesielski, Lara Jack, Sophie Menner, Niels Ringler und Ludwig Spitaler.
Darum geht es in der Podcast-Folge
Die Episode stellt nicht nur die Recherche vor, sondern fragt auch, was Betroffene und Behörden gegen solche Videos tun können. Konkrete juristische Details nennt die Ankündigung zwar nicht, sie macht aber klar: Es geht um mehr als bloßes Schaulustig-Sein — nämlich um systematisches Filmen mit möglichem Geschäftsmodell dahinter.
- Podcast: 11KM: der tagesschau-Podcast
- Erscheinungsdatum: 29.09.2026
- Thema: heimliche Oktoberfest-Aufnahmen und das Geschäft mit solchen Videos
Produziert wird 11KM von BR24 und NDR Info, die redaktionelle Verantwortung für diese Ausgabe liegt beim NDR. Die Folge zeigt damit, wie aus einer traditionellen Wiesn-Attraktion ein digital verwertbares Problem werden kann — und wie journalistische Recherche versucht, die Strukturen dahinter sichtbar zu machen.
Quelle: Tagesschau






