Politik

Trump fordert Europa zur Kasse

04. September 2026
Trump fordert Europa zur Kasse

US-Präsident Donald Trump will von europäischen Staaten Geld für frühere US-Militärhilfen an die Ukraine zurückholen. Er spricht von "Hunderten Milliarden Dollar", doch die genannte Summe ist umstritten.

Donald Trump legt im Streit über die Unterstützung der Ukraine nach: Der US-Präsident verlangt von europäischen Staaten eine Rückzahlung für Militärhilfen, die die USA noch unter seinem Vorgänger Joe Biden geleistet haben. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, es gehe um "Hunderte Milliarden Dollar", die Washington der Ukraine und der NATO praktisch geschenkt habe.

Nach Trumps Darstellung hätten die Europäer diese Kosten übernehmen können, wenn man sie nur dazu aufgefordert hätte. Nun wolle er das Geld mit Verspätung einfordern. Wie realistisch ein solcher Schritt ist, bleibt offen. Klar ist aber: Die von Trump genannte Summe ist umstritten.

Neue Debatte um alte Hilfen

Die Forderung kommt in einer Phase, in der die westlichen Ukraine-Unterstützer ohnehin über weitere Hilfen beraten. Im Juli hatten bereits die sogenannte "Koalition der Willigen" und die EU-Außenminister über den russischen Angriffskrieg und neue Unterstützung für Kiew gesprochen.

Trump beschwichtigt bei Munition

Parallel dazu versucht Trump, Sorgen um die amerikanischen Waffenbestände zu dämpfen. Er betonte, die USA verfügten über nahezu unbegrenzte Mengen an Munition und hätten deutlich mehr zur Verfügung, als für einen Einsatz gegen den Iran nötig sei. Außerdem werde in den Vereinigten Staaten in großem Stil neue Munition produziert.

Hintergrund sind Berichte, wonach der Krieg gegen den Iran die Vorräte bestimmter US-Präzisionswaffen und Luftabwehrraketen spürbar geschrumpft haben soll. Das sorgt in den USA für Diskussionen über die Einsatzbereitschaft des Militärs. Auch politisch könnte das Thema brisant werden: Sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der Konflikt mit dem Iran und deren wirtschaftliche Folgen könnten den Republikanern vor den Zwischenwahlen im November Probleme bereiten.

Quelle: Tagesschau

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