Letzte Irak-Soldaten zurück
Die Bundeswehr hat ihren Einsatz im Irak beendet. Die letzten 28 Soldatinnen und Soldaten landeten auf dem Flugplatz Wunstorf, während das Verteidigungsministerium bereits eine neue Zusammenarbeit mit dem Irak vorbereitet.
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Nach mehr als zehn Jahren ist der Bundeswehr-Einsatz im Irak offiziell abgeschlossen. Die letzten 28 Soldatinnen und Soldaten sind auf dem Flugplatz Wunstorf bei Hannover gelandet. Mit ihrer Rückkehr endet die bisherige deutsche Präsenz in der Region Kurdistan-Irak.
Abzug unter schwierigen Bedingungen
Der Abschied verlief nicht reibungslos. Nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium war die Sicherheitslage in den vergangenen Monaten angespannt. Seit März habe es in der Region vermehrt Angriffe gegeben, auch auf die Airbase, auf der die deutschen Kräfte größtenteils stationiert waren. Der Rückzug musste deshalb laut Ministerium mehrfach angepasst werden.
Im Irak war die Bundeswehr Teil einer internationalen Mission gegen den sogenannten Islamischen Staat. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte. Dazu kamen weitere Beiträge der deutschen Seite:
- Unterstützung bei der Luftaufklärung mit Tornado-Kampfjets
- Transport von Militärgütern
- Luftbetankung von Flugzeugen
Ministerium plant bereits den nächsten Schritt
Ziel des Einsatzes war es, den Irak so zu stärken, dass das Land selbst für seine Sicherheit sorgen kann. Nach Darstellung der irakischen Regierung ist dieser Punkt nun erreicht. Sie hatte sich selbst für ein Ende des internationalen Einsatzes ausgesprochen. Auch die USA hatten ihren Militäreinsatz gegen den IS erst am Vortag für beendet erklärt.
Trotz des Abzugs soll der Kontakt nicht abreißen. Das Verteidigungsministerium betont, Deutschland wolle dem Irak weiterhin eng verbunden bleiben und auch künftig Sicherheit und Stabilität unterstützen. Nils Hilmer erklärte, man arbeite bereits an den Grundlagen für eine künftige Zusammenarbeit mit den irakischen Streit- und Sicherheitskräften. Bereits im Juli hatte Außenminister Johann Wadephul gesagt, Deutschland wolle sich grundsätzlich mit der Bundeswehr in Erbil weiter engagieren.
Quelle: Tagesschau






