Xi landet bei Trump im Krisenmodus
Chinas Präsident Xi Jinping ist zu einem Staatsbesuch in Washington eingetroffen. Beim Treffen mit US-Präsident Donald Trump geht es um KI, Zölle, Iran und Taiwan – große Durchbrüche werden aber nicht erwartet.
Xi Jinping ist in den USA angekommen – und schon der Empfang zeigt, wie hoch Donald Trump dieses Treffen hängt. Der US-Präsident begrüßte seinen Gast persönlich auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews bei Washington. Das gilt als ungewöhnlich, weil US-Präsidenten Staatsgäste normalerweise erst am Weißen Haus empfangen. Trump setzt damit bei dem Besuch auf maximale Symbolik, inklusive eines großen Staatsbanketts.
Viele Konflikte, wenig Hoffnung auf Durchbrüche
Hinter der Charmeoffensive steckt allerdings eine lange Liste heikler Themen. Auf der Agenda stehen unter anderem Künstliche Intelligenz, der Handelsstreit, der Iran und Taiwan. Gerade bei KI wird keine schnelle Einigung erwartet. Experten gehen eher davon aus, dass allenfalls praktische Schritte möglich sind – etwa ein direkter Informationskanal für den Fall, dass es bei militärischer Nutzung von KI zu Problemen kommt.
Beim Thema Zölle gab es zum Auftakt immerhin ein kleines Signal. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, dass der bestehende Zollfrieden verlängert werden soll. Allerdings nur um zwei Monate. Für Peking dürfte das zu wenig sein: Nach Medienberichten hatte die chinesische Seite auf eine deutlich längere Frist gehofft.
Iran und Taiwan bleiben heikel
Auch außenpolitisch ist die Lage kompliziert. Laut Beobachtern dürfte Trump das Thema Iran ansprechen. Gleichzeitig wird erwartet, dass Xi vor allem über Taiwan reden will. China betrachtet die Insel als Teil des eigenen Staatsgebiets, während Taiwan auf weitere Waffenlieferungen aus den USA hofft. Gerade deshalb rechnen Fachleute nicht mit großen Lösungen, sondern eher mit dem Versuch, neue Spannungen zu verhindern.
- Empfang mit ungewöhnlich großer Geste auf dem Rollfeld
- Zollpause soll nur kurzfristig verlängert werden
- Bei KI, Iran und Taiwan sind die Fronten weiter schwierig
Unterm Strich ist der Besuch damit vor allem eines: ein Gipfel mit großer Bühne, aber begrenzten Erwartungen. Während Trump die demonstrative Nähe zu Xi sichtbar in Szene setzt, bleibt offen, ob aus den freundlichen Bildern mehr wird als eine vorsichtige Stabilisierung im Verhältnis der beiden größten Mächte.
Quelle: Tagesschau






