Selenski greift Putin scharf an
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat bei der UNO härtere Schritte gegen Russland gefordert. Gleichzeitig melden die USA eine Einladung an Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami.
Foto: Wikimedia Commons / Ministry of Foreign Affairs Republic of Poland, CC BY 3.0 pl
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat bei der UNO-Vollversammlung den Druck auf Russland erneut erhöht. In seiner Rede forderte er die Staats- und Regierungschefs dazu auf, Moskaus Einnahmen weiter zu begrenzen und damit auch die russischen Kriegsanstrengungen zu bremsen. Besonders scharf fiel seine Wortwahl gegen Wladimir Putin aus: Selenski bezeichnete den Kremlchef als den „Patient Null“ der Kriegstreiberei und machte deutlich, dass dieser gestoppt werden müsse.
USA laden Putin zum G20-Gipfel ein
Parallel dazu kommt aus Washington ein bemerkenswertes Signal. Nach Angaben von US-Aussenminister Marco Rubio haben die Vereinigten Staaten Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Rubio erklärte zudem, Russland und die Ukraine seien an einer Feuerpause im Energiebereich interessiert. Gleichzeitig äusserte er Sorge über eine mögliche Ausweitung des Krieges.
Auch abseits der diplomatischen Bühne bleibt die Lage angespannt. Nach Angaben des polnischen Einsatzführungskommandos drang ein russischer Militärhelikopter aus der Exklave Kaliningrad kurzzeitig in den Luftraum des Nato-Mitglieds Polen ein. Das ist ein weiterer heikler Vorfall in einer Region, in der jede Grenzverletzung besonders genau beobachtet wird.
Weitere Entwicklungen im Überblick
- Kiew wurde erneut mit ballistischen Raketen angegriffen.
- Die Slowakei verurteilte russische Angriffe auf Zivilisten scharf.
- Die Schweiz unterstützt die ukrainische Getreideernte mit 3 Millionen.
- OpenAI hilft der Ukraine nach SRF-Angaben bei der Cyberabwehr.
Die humanitäre Lage bleibt unterdessen schwierig. Laut dem Bericht sind auch mehr als vier Jahre nach Kriegsbeginn Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Die Glückskette ruft deshalb zu Spenden für die betroffene Zivilbevölkerung auf, unter anderem für finanzielle Soforthilfe, medizinische Versorgung und die Reparatur beschädigter Wohnungen.
Quelle: SRF






