Politik

Weniger Asylgesuche als erwartet

25. August 2026
Weniger Asylgesuche als erwartet

In der Schweiz sinkt die Zahl der Asylgesuche weiter. Der Bund rechnet für 2026 nun mit rund 22'000 Anträgen statt 26'000, nachdem im ersten Halbjahr weniger als 10'000 Gesuche eingegangen sind.

In der Schweiz gehen derzeit deutlich weniger Asylgesuche ein als noch vor wenigen Monaten erwartet. Der Bund hat seine Prognose für das Jahr 2026 deshalb nach unten angepasst: Statt mit 26'000 Asylgesuchen rechnet das Staatssekretariat für Migration nun noch mit rund 22'000.

Bereits im ersten Halbjahr zeigt sich der Trend klar. Laut den aktuellen Angaben wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger als 10'000 Asylgesuche registriert. Damit liegt die Zahl so tief wie seit 2022 nicht mehr.

Deutlicher Rückgang bei mehreren Herkunftsländern

Besonders stark fiel der Rückgang bei Gesuchen von Menschen aus Afghanistan, der Türkei und Eritrea aus. Das Staatssekretariat für Migration nennt dafür vor allem zwei Entwicklungen auf den Fluchtrouten nach Europa.

Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf die Zahl der Menschen aus, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellen. Aus Sicht des Bundes kommt damit im laufenden Jahr ein geringerer Druck auf das Asylsystem zu als zunächst angenommen.

Auch bei Ukraine-Gesuchen sinken die Zahlen

Nicht nur bei den regulären Asylgesuchen zeigt sich ein Minus. Auch bei Anträgen auf den Status S von Personen aus der Ukraine geht das SEM von rückläufigen Zahlen aus. Im wahrscheinlichsten Szenario werden bis Ende 2026 rund 12'000 solcher Gesuche erwartet. Das wären etwa 900 weniger als im Jahr davor.

Insgesamt deutet damit vieles auf ein Jahr mit spürbar weniger Asyl- und Schutzgesuchen in der Schweiz hin als ursprünglich kalkuliert. Die neuen Zahlen des Bundes markieren dabei eine klare Korrektur nach unten.

Quelle: SRF

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