Politik

Viele Deutsche schlafen zu kurz

19. August 2026
Viele Deutsche schlafen zu kurz

In Deutschland schläft laut Robert Koch-Institut knapp 40 Prozent der Erwachsenen unter der Woche weniger als sieben Stunden. Besonders betroffen sind Männer zwischen 45 und 64 Jahren.

Foto: dronepicr / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Zu wenig Schlaf ist in Deutschland offenbar ein Massenphänomen. Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts, veröffentlicht im „Journal of Health Monitoring“, zeigt: Knapp 40 Prozent der Erwachsenen schlafen unter der Woche nach eigenen Angaben weniger als sieben Stunden pro Nacht. Nach internationalen Empfehlungen gilt das bei Erwachsenen bereits als zu wenig.

Männer deutlich häufiger betroffen

Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während bei den Frauen rund 36 Prozent angeben, werktags unter sieben Stunden Schlaf zu kommen, liegt der Anteil bei den Männern bei etwa 43 Prozent. Besonders hoch ist der Wert bei einer Gruppe: 53 Prozent der Männer zwischen 45 und 64 Jahren schlafen laut Befragung kürzer als empfohlen.

Am Wochenende sieht es etwas besser aus. Dann holen viele offenbar Schlaf nach. Der Anteil der Menschen mit weniger als sieben Stunden pro Nacht sinkt auf knapp 23 Prozent. Auch hier liegen Männer mit rund 26 Prozent über den Frauen, von denen etwa 20 Prozent zu wenig schlafen.

Gesundheitlich nicht ohne Folgen

Die Studie verweist darauf, dass kurze Schlafdauer mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Genannt werden unter anderem Bluthochdruck sowie ein erhöhtes Risiko für Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die psychische Gesundheit kann leiden, etwa durch negative Effekte im Zusammenhang mit Depressionen und Angstzuständen.

Die Autorinnen betonen allerdings auch: Nicht jeder Mensch mit wenig Schlaf hat automatisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Für besseren Schlaf spielen laut Untersuchung mehrere Faktoren eine Rolle — darunter Schlafumgebung, feste Schlafzeiten sowie Lärm, Temperatur und Licht. Auch Nacht- und Schichtarbeit wirkt sich demnach auf die nächtliche Erholung aus.

Quelle: Tagesschau

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