Politik

US-Armee fehlen Raketen

15. September 2026
US-Armee fehlen Raketen

Ein Bericht an den US-Kongress räumt erstmals Munitionsengpässe wegen des Iran-Kriegs ein. In den ersten vier Monaten fielen laut Pentagon-Kontrolle Kosten von 33,4 Milliarden US-Dollar an, darunter 22,3 Milliarden für Munition.

Die US-Armee kämpft im Iran-Krieg offenbar stärker mit Nachschubproblemen als bislang öffentlich zugegeben. In einem Bericht an den Kongress hat eine unabhängige Kontrollinstanz des US-Verteidigungsministeriums nun erstmals strategische Bestandslücken und Engpässe bei Munition bestätigt. Welche Waffensysteme konkret betroffen sind, bleibt in dem Papier offen.

Damit steht der Bericht im klaren Gegensatz zu den Aussagen von Donald Trump. Der US-Präsident hatte wiederholt erklärt, die Vereinigten Staaten verfügten über nahezu unbegrenzte Munitionsreserven. Auch das Pentagon hatte Berichte über Knappheit bislang entschieden zurückgewiesen. Nun heißt es aus dem Ministerium selbst, man arbeite daran, Beschaffung und Produktionsabläufe zu beschleunigen. Gleichzeitig wird aber eingeräumt, dass der Ausbau der Kapazitäten Zeit braucht.

Milliardenkosten in wenigen Monaten

Der Bericht nennt auch konkrete Zahlen zu den Belastungen des Einsatzes. Allein in den ersten vier Monaten summierten sich die Kosten auf 33,4 Milliarden US-Dollar. Ein besonders großer Posten entfiel dabei auf Munition: 22,3 Milliarden Dollar.

Auch Stützpunkte schwer getroffen

Neben den finanziellen Lasten listet das Dokument auch Verluste und Schäden auf. Bis Ende Juni wurden demnach sieben im Einsatz getötete Soldaten bestätigt. Weitere sieben starben während des Einsatzes, allerdings nicht direkt durch feindliche Einwirkung. Dazu kommen massive Schäden an US-Stützpunkten in der Region: Durch iranische Angriffe seien hunderte Gebäude und andere Strukturen beschädigt oder zerstört worden.

Wie teuer diese Zerstörungen am Ende werden, ist laut Bericht noch offen. Sie wurden in der bisherigen Kostenrechnung nicht berücksichtigt, weil unklar ist, ob sämtliche Gebäude überhaupt wieder aufgebaut werden. Fest steht aber schon jetzt: Der Krieg belastet die US-Streitkräfte stärker, als es die öffentliche Linie aus Washington lange vermuten ließ.

Quelle: Tagesschau

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