UNO lockt die Macht-Elite
Zur UNO-Jahresversammlung in New York reisen wieder die großen Namen der Weltpolitik an. Im Fokus stehen US-Präsident Donald Trump, Bundespräsident Guy Parmelin, Irans Präsident Massud Peseschkian und Ukraines Präsident Wolodimir Selenski.
Foto: U.S. Department of State from United States / Wikimedia Commons, Public domain
Trotz Geldsorgen und schwindender Schlagkraft bleibt die UNO-Jahresversammlung in New York die große Bühne der Weltpolitik. Wenn im September die Reden im Plenarsaal beginnen, stehen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt am Rednerpult – offiziell für 15 Minuten, in der Praxis oft deutlich länger. An Prominenz übertrifft das Treffen selbst andere internationale Großevents klar.
Vier Auftritte mit viel Sprengkraft
Besonders gespannt wird auf Donald Trump geblickt. Der US-Präsident nutzt die UNO gern, wenn er außenpolitisch punkten kann. In New York will er in dieser Woche seinen Deal mit Dänemark und Grönland besiegeln. Außerdem sind Treffen mit Golf-Monarchen geplant, auch Wolodimir Selenski und Benjamin Netanjahu haben laut Bericht um einen Termin gebeten. Gleichzeitig steht Trump unter Druck: Der Krieg mit Iran treibt die Spritpreise, beim Ukraine-Krieg gibt es keinen versprochenen Frieden, und auch eine Entwaffnung der Hamas ist ausgeblieben.
Aus der Schweiz reist Guy Parmelin an. Der Bundespräsident will vor der UNO für Multilateralismus und Freihandel werben. Noch wichtiger dürfte für ihn aber sein, am Rande der Versammlung ein Handelsabkommen mit den USA voranzubringen. Die Aussichten gelten allerdings als gering. Trump teilt bekanntlich nicht nur gegen die UNO aus, sondern auch gegen die Schweiz.
- Massud Peseschkian reist mit strengen Auflagen in die USA ein.
- Wolodimir Selenski will erneut für Unterstützung gegen Russland werben.
- Putin wird im Gegensatz zu Selenski nicht persönlich erwartet.
New York als Test für die Weltlage
Auch der iranische Präsident Massud Peseschkian wird genau beobachtet. Die US-Regierung hat ihm ein Einreisevisum mit klaren Einschränkungen erteilt, selbst Luxus-Einkäufe für seine Delegation sind untersagt. Im vergangenen Jahr hatte er vor der UNO erklärt, Iran werde niemals eine Atombombe bauen. Nun fordert er ein Ende des Zustands zwischen Krieg und Frieden – offen ist, ob er in New York auf Deeskalation oder Konfrontation setzt.
Wolodimir Selenski reist wie schon in den Vorjahren persönlich an, um für weitere Unterstützung im Krieg gegen Russland zu werben. Militärisch hält sich die Ukraine laut Bericht tapfer, politisch wird die Lage jedoch schwieriger. Gerade deshalb dürfte sein Auftritt in New York zu den wichtigsten Momenten der Versammlung zählen.
Quelle: SRF






