Politik

Trump wirbelt Irland auf

13. September 2026
Trump wirbelt Irland auf

US-Präsident Donald Trump ist wegen eines Golfturniers in seinem Ressort im irischen Doonbeg. Der Besuch sorgt für massive Sicherheitsmaßnahmen, Proteste und Ablehnung: Laut Umfrage sind 69 Prozent der Iren dagegen.

Donald Trump ist in Irland gelandet – offiziell wegen eines Golf-Wochenendes, politisch aber alles andere als geräuschlos. Im westirischen Küstenort Doonbeg, wo dem US-Präsidenten ein Golfressort gehört, dreht sich an diesem Wochenende fast alles um seinen Besuch. Das kleine Dorf mit nur rund 300 Einwohnern erlebt einen Ausnahmezustand, während auf dem Gelände zum ersten Mal die Irish Open ausgetragen werden.

Ausnahmezustand im Küstenort

Schon vor Trumps Ankunft ist seine Präsenz im Ort kaum zu übersehen. In Doonbeg laufen über Lautsprecher an den Straßen nicht nur irische Volkslieder, sondern auch regelmäßig Nachrichten – und die kreisen vor allem um den US-Präsidenten. Vor Ort stehen zahlreiche Einsatzkräfte, Straßen sind gesichert, Shuttlebusse bringen Besucher zum weiträumig abgeschirmten Golfressort.

Landesweit sind laut Bericht etwa 4.000 Polizei- und Sicherheitskräfte im Einsatz, darunter auch Personal aus den USA. Das Ressort selbst, das Trump 2014 übernommen und anschließend stark ausgebaut hat, ist nur unter strengen Kontrollen erreichbar. Am Sonntag soll Trump dort die Siegertrophäe überreichen. Auch seine Söhne Eric und Donald Jr. sind angereist.

Proteste gegen den Präsidenten

Der Besuch stößt in Irland auf viel Widerstand. Einer Umfrage des Sunday Independent zufolge lehnen 69 Prozent der Menschen den Trip ab. Hintergrund sind laut Bericht vor allem Trumps Kurs zu Israel und Palästina, aber auch der Iran, hohe Energiekosten sowie Kritik an seiner Migrations- und Umweltpolitik. Irland gilt dabei als besonders israelkritisch; im Sommer verhängte die Regierung als erstes EU-Land ein Importverbot für Waren aus israelischen Siedlungen in palästinensischen Gebieten.

Während in Dublin Tausende demonstrieren, bleibt es in Doonbeg bei kleineren Protesten mit einigen Dutzend Teilnehmern, darunter viele mit Palästina-Flaggen. Für den Ort ist der Besuch trotzdem ein Kraftakt – zwischen internationalem Medienrummel, Sicherheitsapparat und der Frage, wie viel Politik ein Golfturnier am Ende doch mitbringt.

Quelle: Tagesschau

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