Politik

Trump schickt Gesandte los

05. September 2026
Trump schickt Gesandte los

US-Präsident Trump hat seine Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu neuen Gesprächen über ein Ende des Ukrainekriegs entsandt. Nach einem Moskau-Besuch ist laut Selenskyj erstmals auch eine Reise nach Kiew für Sonntag geplant.

Im Ringen um ein mögliches Ende des Ukrainekriegs nehmen die USA nach längerer Pause wieder einen neuen Anlauf. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben seine Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner auf den Weg geschickt. Im Gepäck sei ein Vorschlag zur Beendigung des Kriegs, Details dazu nannte Trump im Weißen Haus allerdings nicht.

Erst Moskau, dann wohl Kiew

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sollen die beiden US-Vertreter zunächst nach Moskau reisen. Für Sonntag sei anschließend erstmals auch ein Besuch in Kiew vorgesehen. Genau dieser Teil der Reise gilt laut Reuters aber noch nicht als endgültig gesichert, weil sich der Plan in den vergangenen Tagen mehrfach verändert habe.

Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung für die Vermittlungsbemühungen im seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg zuständig. Seit 2025 waren beide demnach schon mehrfach in Moskau, in Kiew aber bislang noch nie.

Gespräche zuletzt auf Eis

Die amerikanischen Kontakte in der Sache hatten in den vergangenen Monaten geruht. Hintergrund war, dass Trump sein Augenmerk auf den von ihm begonnenen Krieg gegen Iran richtete. Zuletzt hatten die USA im Februar als Vermittler an direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz teilgenommen.

Überschattet wird die neue Mission von einem Angriff auf die ukrainische Hauptstadt. Nach Angaben Selenskyjs traf kurz zuvor eine russische Drohne das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew. Der Präsident sprach von einem gezielten Angriff auf das Büro des SBU-Chefs und kündigte Vergeltung an. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens fünf Verletzte. Selenskyj hatte zuvor sogar einen Stopp ukrainischer Luftangriffe auf Russland in Aussicht gestellt, um die Sicherheit der beiden US-Unterhändler zu gewährleisten — verbunden mit der Forderung, dass auch Russland auf Angriffe verzichten solle. Eine Reaktion aus dem Kreml dazu gibt es bislang nicht.

Quelle: Tagesschau

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