Politik

Farage-Partei unter Druck

05. September 2026
Farage-Partei unter Druck

Die britische Rechtspartei Reform UK steckt in neuen Turbulenzen. Nach einer TV-Doku über mutmaßlich geplante Auslands-Spenden traten zwei enge Vertraute von Nigel Farage zurück, die Wahlkommission prüft den Fall.

Bei Reform UK eskaliert der nächste Spendenskandal: Nach einer Dokumentation von Channel 4 News hat die Partei des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage eine interne Untersuchung gestartet. Im Zentrum steht der Verdacht, dass Parteifunktionäre nach Wegen gesucht haben könnten, Geld eines ausländischen Unternehmers trotz britischer Spendenregeln für die Partei nutzbar zu machen.

Die Folgen kamen sofort: Der langjährige Farage-Vertraute Dan Jukes und Politikchef James Orr traten am Freitag zurück. Parteichef Lee Anderson sagte laut Sky News, für beide gebe es keine Rückkehr zu Reform UK. Laut britischen Regeln sind Spenden aus dem Ausland verboten.

Undercover-Recherche bringt neue Fragen

Ausgangspunkt der Affäre ist eine Recherche verdeckter Reporter der Investigativgruppe Verbatim Investigations. Sie gaben sich laut Bericht als US-Unternehmer und dessen Sohn aus. Nach britischen Medien sollten mit dem Geld drei Umfragen finanziert werden. Die Wahlkommission prüft die Vorwürfe bereits und steht nach eigenen Angaben auch mit der Polizei in Kontakt.

Farage weist alles zurück

Farage bestreitet ein Fehlverhalten seiner Partei. Gegenüber LBC erklärte er, Reform UK habe weder Gesetze gebrochen noch dubioses Geld angenommen. Bei einer mit Spannung erwarteten Rede auf der Jahreskonferenz in Birmingham sprach er von einer Falle durch Aktivisten. Die im Video erwähnten Umfragen seien nicht von seiner Partei bezahlt worden, problematisch seien vielmehr lose Gespräche in informellem Rahmen gewesen.

Für Farage kommt der neue Ärger zur Unzeit. Er steht bereits wegen einer anderen Spendenaffäre unter Druck und muss sich dazu vor einem Untersuchungsausschuss verantworten. Der neue TV-Bericht trifft Reform UK damit genau in einer Phase, in der sich die Partei auf ihrer Jahreskonferenz eigentlich geschlossen präsentieren wollte.

Quelle: ORF

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