Politik

Tote bei neuen Angriffen

09. September 2026
Tote bei neuen Angriffen

Bei neuen Angriffen im Ukraine-Krieg sind auf beiden Seiten Tote und Verletzte gemeldet worden. In der Ukraine starben unter anderem am Grenzübergang Starokosatsche mindestens zwei Menschen, in Noworossijsk in Russland wurden vier Tote gemeldet.

Foto: Wikimedia Commons / -stk, CC BY-SA 4.0

Der Krieg in der Ukraine hat erneut zivile Opfer gefordert. Nach ukrainischen Angaben wurden bei einem russischen Angriff auf den Grenzübergang Starokosatsche an der Grenze zu Moldau mindestens zwei Menschen getötet, drei weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass der Kontrollpunkt danach den Betrieb einstellen musste.

Nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes wurden an dem Übergang Gebäude und Fahrzeuge beschädigt, darunter Busse, Lastwagen und Autos. Außerdem brach ein Großbrand aus. Der Übergang liegt im Gebiet Odessa. Dort war zuvor bereits mehrfach der Fährübergang Orliwka an der Donau Ziel russischer Angriffe gewesen.

Weitere Angriffe auf Mykolajiw und Kyjiw

Auch aus der Hafenstadt Mykolajiw im Süden der Ukraine wurden Opfer gemeldet. Die Behörden sprechen von einem Toten, weiteren Verletzten sowie Schäden an Hafenanlagen, Verkehrswegen und ziviler Infrastruktur. In der Hauptstadt Kyjiw wurden bei Drohnenangriffen nach offiziellen Angaben sechs Menschen verletzt. Eine Drohne soll in ein 24-stöckiges Wohnhaus eingeschlagen sein.

Die nächtlichen Angriffe bekamen auch deutsche Besucher in der Stadt mit. Der baden-württembergische Innenminister Manuel Hagel war mit einer Wirtschaftsdelegation in Kyjiw unterwegs. Sein Sprecher sagte, Hagel und seine Begleiter hätten wegen des Luftalarms in der Nacht Schutz in einem Bunker suchen müssen.

Auch Russland meldet Tote

Während Russland die Ukraine weiter angreift, setzt auch Kyjiw seine Gegenangriffe fort. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien 596 Drohnen über etwa zehn Regionen und der annektierten Krim abgefangen worden. In der Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk kamen nach Angaben des Gouverneurs der Region Krasnodar vier Menschen ums Leben, 29 weitere wurden verletzt.

Nach Angaben des Bürgermeisters schlugen Trümmerteile von Drohnen auf einem Firmengelände ein und stürzten nahe eines Wohnhauses ab, wodurch Brände entstanden. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdi, erklärte zudem, in der Nacht seien Kriegsschiffe im russischen Marinestützpunkt von Noworossijsk getroffen worden, darunter auch Schiffe mit Raketen an Bord.

Quelle: DW Deutsch

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