Politik

Netanjahu geht gegen Haaretz vor

09. September 2026
Netanjahu geht gegen Haaretz vor

Israels Premier Benjamin Netanjahu weist Berichte über eine mögliche Warnung vor dem Hamas-Angriff vom Oktober 2023 zurück und will gegen die Zeitung Haaretz klagen. Parallel verschärft sich die Lage zwischen den USA, Iran und Jordanien.

Im Nahen Osten sorgt ein neuer Medien- und Politstreit für Schlagzeilen: Israels Premier Benjamin Netanjahu will laut SRF gegen die Zeitung „Haaretz“ vorgehen. Hintergrund sind Berichte, wonach Israel vor dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 gewarnt worden sein soll. Netanjahu weist diese Darstellung demnach klar zurück und kündigt rechtliche Schritte an.

Die Debatte trifft einen besonders sensiblen Punkt, weil es um die Frage geht, was vor den Angriffen bekannt war. Konkrete weitere Details zu den Spekulationen nennt der vorliegende Bericht nicht. Fest steht nur: Der Premier dementiert die Vorwürfe, während die Zeitung über entsprechende Mutmassungen berichtet hatte.

Neue Militärschläge in der Region

Parallel dazu meldet das US-Militär eine neue Eskalation auf See. Das zuständige Zentralkommando bestätigte Angriffe auf fünf iranische Tanker. Nach US-Angaben seien die Schläge eine Reaktion auf iranische Raketenangriffe gegen amerikanische Kriegsschiffe gewesen.

Iran kündigt weitere Schritte an

Auch aus Teheran kommen neue Drohungen und Aktionen. Laut dem SRF-Bericht hat der Iran ein erweitertes maritimes Sperrgebiet angekündigt. Zudem wird von Raketenangriffen auf Jordanien gesprochen. Damit weitet sich die angespannte Lage in der Region weiter aus.

Neben den militärischen Entwicklungen laufen auch wirtschaftliche und politische Debatten weiter. So wird unter anderem über Sanktionen, Importverbote gegen israelische Waren und die Wiederaufnahme von Swiss-Flügen von Zürich nach Dubai ab Ende Oktober berichtet. Das Gesamtbild bleibt damit unübersichtlich – und hochbrisant.

Quelle: SRF

Mehr aus Politik

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien
Politik07. Oktober 2026

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien

Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pest-Instituts bei Irkutsk ist gestorben, ein Lungenpestfall ist aber nicht bestätigt; WHO und USA fordern Aufklärung.

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt
Politik07. Oktober 2026

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig gegen digitale Gewalt beschlossen, nun berät der Bundestag darüber.

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause
Politik07. Oktober 2026

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause

Die Spitzen von Union und SPD beraten am Abend im Kanzleramt über den Reformkurs, die SPD verlangt Änderungen am Paket, Kanzler Friedrich Merz will die bisherige Linie halten.

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Politik07. Oktober 2026

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober
Politik07. Oktober 2026

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall haben Menschen in Israel der Opfer gedacht, am Nova-Gedenkort bei Reim ab 6.29 Uhr Ortszeit mit einer Schweigeminute.

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg
Politik07. Oktober 2026

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt steht erstmals in einem Bundesland ein AfD-Politiker an der Spitze des Landtags: Tobias Rausch wurde am 6. Oktober mit 48 Stimmen gewählt.