Stickerfieber beim Dorfklub
Der FC Onstmettingen in Albstadt hat ein eigenes Sammelalbum mit 227 Stickern gestartet. Die Aktion soll vor allem Kinder und Jugendliche für den Verein begeistern und weg vom Handy auf den Fußballplatz bringen.
Foto: schwaebische
Fußball-Sammelbilder gibt es längst nicht mehr nur zu Weltmeisterschaften: Beim FC Onstmettingen ist jetzt ein eigenes Album erschienen – und das sorgt in Albstadt bereits für ordentlich Tauschfieber. Vor allem bei der Jugend kommt die Idee an: Beim Training der D-Jugend wurden die Hefte schon herumgereicht, doppelte Sticker direkt verglichen und fehlende Bilder gesucht.
Seit gut einer Woche liegt das Album im örtlichen Netto-Markt aus. Offenbar mit Erfolg: Nach Vereinsangaben sind nur noch wenige Exemplare verfügbar, deshalb wurde bereits Nachschub bestellt. Das Prinzip erinnert an klassische Fußballalben: Zu kaufen gibt es Tütchen mit je fünf Aufklebern, die dann ins Heft eingeklebt werden. Insgesamt umfasst die Aktion 227 verschiedene Sticker.
Mehr als nur die Spieler
Im Album zu sehen sind nicht nur die Mannschaften des Vereins, sondern auch Menschen, die im Hintergrund den Spielbetrieb möglich machen. Besonders groß ist die Begeisterung naturgemäß dann, wenn Kinder ihr eigenes Bild aus einer Packung ziehen. Getauscht wird danach nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch in den Pausen auf dem Schulhof.
- 227 Sticker gehören zur Kollektion
- Verkauf der Alben und Packs im örtlichen Netto-Markt
- Im Heft: Spieler, Teams und weitere Vereinsbeteiligte
Verein setzt auf Jugendarbeit
Die Idee zum Sammelalbum hatte Vorsitzender Marvin Liener schon vor rund einem Jahr, nachdem er eine ähnliche Aktion in Mössingen gesehen hatte. Das Ziel: den Verein bei jungen Menschen stärker sichtbar machen und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Für die Öffentlichkeitsarbeit bringt es Stefanie Löffler auf den Punkt: Kinder sollen weg vom Handy und raus auf den Fußballplatz.
Nachwuchssorgen hat der Club insgesamt zwar nicht, denn von rund 500 Mitgliedern gehören etwa 180 zur Jugend. Trotzdem zeigt ein Blick ins Album auch Baustellen: Eine eigene A- und B-Jugend kann der Verein derzeit nicht stellen. Seit 2018 legt der Vorstand deshalb besonderen Wert auf Nachwuchsgewinnung – mit sichtbarem Erfolg. Die unteren Altersklassen sind inzwischen wieder gut besetzt, und die Hoffnung wächst, bald auch bei den älteren Jahrgängen wieder eigene Teams stellen zu können.
Quelle: schwaebische






