Feuer reißt ASV Ihlpohl mit
Beim ASV Ihlpohl ist das Vereinsheim vor knapp einem Monat bei einem Feuer zerstört worden. Für die rund 650 Mitglieder fällt damit der soziale Mittelpunkt weg, ein Neubau dürfte laut Vereinschef mindestens zwei Jahre dauern.
Foto: weserkurier
Der Brand des Vereinsheims trifft den ASV Ihlpohl hart: Vor knapp einem Monat wurde das Gebäude zerstört, das für viele im Verein weit mehr war als nur ein Treffpunkt am Sportplatz. Für die rund 650 Mitglieder bedeutet der Verlust einen tiefen Einschnitt in das Vereinsleben.
Vereinsvorsitzender Andreas Benthake, der seit seiner Jugend zum ASV gehört, verbindet viele persönliche Erinnerungen mit dem Haus. Dort wurde nach Spielen zusammengesessen, gefeiert und Karten gespielt, die Senioren hatten ihren Stammtisch. Auch für das kommende 100-jährige Vereinsjubiläum war das Vereinsheim als zentraler Ort vorgesehen.
Mehr als nur ein Holzhaus
Das Gebäude stand seit etwas mehr als 40 Jahren am Rand des Sportplatzes. In den 1980er-Jahren hatten die Sportler das Vereinsheim in Blockhausoptik selbst errichtet; der Bausatz kam aus Skandinavien. Nach Angaben des Vereins stecken mehr als 2000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in dem Bau. Auch ein erst vor wenigen Jahren montiertes Vordach wurde bei dem Feuer zerstört.
- Brand in der Nacht vom 18. auf den 19. August
- Wiederaufbau dauert laut Verein mindestens zwei Jahre
- Alle Gruppen sind vorerst bei anderen Vereinen untergebracht
Ermittlungen laufen weiter
Am Abend des Feuers kehrten einige Sportler noch spät von einem Punktspiel zurück und bemerkten aus der Ferne den Lichtschein. Kurz darauf war klar: Hinter dem Vereinsheim schlugen Flammen in den Himmel. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Polizei ermittelt weiter zur Ursache und schließt Brandstiftung nicht aus. Gesucht werden Hinweise zu einem auffälligen Rollstuhlfahrer.
Für den Verein heißt es nun vor allem: durchhalten. Bis ein neues Vereinsheim steht, müssen Training und Gemeinschaft anders organisiert werden. Gerade weil der alte Treffpunkt für viele als eine Art Schmelztiegel galt, dürfte die kommende Zeit für den ASV Ihlpohl zur echten Bewährungsprobe werden.
Quelle: weserkurier






