Xhaka fehlt: Yakins Mittelfeld-Poker
Die Schweiz muss in den ersten vier Nations-League-Spielen auf Captain Granit Xhaka verzichten, auch Denis Zakaria fällt verletzt aus. Nun hat Nati-Coach Murat Yakin mehrere Optionen für die Zentrale neben Remo Freuler.
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Im Schweizer Nationalteam ist die Lage im zentralen Mittelfeld plötzlich deutlich spannender geworden: Granit Xhaka fehlt wegen seiner Impf-Affäre in den ersten vier Nations-League-Partien, dazu musste sich Denis Zakaria kurzfristig verletzt abmelden. Dabei hatte Nati-Coach Murat Yakin bei der Kaderbekanntgabe noch betont, dass ihm gerade auf dieser Position nicht bange sei.
Ganz falsch liegt der Nationaltrainer damit aber weiterhin nicht. Denn neben dem normalerweise gesetzten Remo Freuler hat Yakin mehrere Kandidaten, die Xhakas Rolle zumindest teilweise auffangen könnten. Gesucht wird vor allem ein Spieler mit Übersicht, Ruhe am Ball und der Fähigkeit, das Spiel zu lenken.
Mehrere Namen, keine klare Nummer eins
- Ardon Jashari gilt schon länger als möglicher Xhaka-Nachfolger. Bei Milan kommt der 24-Jährige allerdings bislang nur schwer in Tritt.
- Michel Aebischer ist für Yakin ein verlässlicher Teamspieler, der schon bei EM und WM wichtige Rollen übernahm.
- Djibril Sow bringt Flexibilität mit und könnte auch diesmal zwischen Seite und Zentrum pendeln.
- Fabian Rieder hat sich in Augsburg im Zentrum festgespielt und mit starkem Saisonstart auf sich aufmerksam gemacht.
Vor allem bei Jashari hatte Yakin schon vor dem Xhaka-Ausfall angekündigt, ihm in der Nations League auch einmal einen Startelf-Einsatz geben zu wollen. Aebischer wiederum punktet mit Konstanz und Vertrauen, während Sow schon bei der WM als beweglicher Verbindungsspieler gedacht war. Dass Ruben Vargas verletzt fehlt, könnte Sows Rolle zusätzlich beeinflussen.
Auch Sierro wieder im Rennen
Eine weitere Option ist Vincent Sierro. Der Walliser war seit März 2024 regelmässig dabei, hatte die Nordamerika-Reise aber verpasst. Nach seinem Wechsel zu Parma steht der bald 31-Jährige nun wieder im Aufgebot – als Nachnomination nach den Ausfällen von Xhaka und Zakaria. Für Yakin bedeutet das vor allem eines: Trotz prominenter Absenz bleibt die Auswahl im Mittelfeld gross. Nur die ideale Lösung muss er jetzt finden.
Quelle: SRF






