Politik

Spannung bei den Landtagswahlen

20. September 2026
Spannung bei den Landtagswahlen

In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden neue Landesparlamente gewählt. Rund 1,3 Millionen Menschen im Nordosten und 2,5 Millionen in der Hauptstadt sind zur Stimmabgabe aufgerufen.

Foto: Wikimedia Commons / Thomas Fries, CC BY-SA 3.0 de

In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin läuft seit dem Morgen die Wahl zu den Landesparlamenten. Die Wahllokale haben seit 8.00 Uhr geöffnet und schließen um 18.00 Uhr. Im Nordosten sind rund 1,3 Millionen Menschen zur Wahl des Landtags aufgerufen, in Berlin etwa 2,5 Millionen zur Wahl des Abgeordnetenhauses. In beiden Ländern dürfen bei einer Landeswahl erstmals auch 16- und 17-Jährige mit abstimmen.

Enges Rennen im Nordosten

Besonders offen ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern. Dort deuteten die letzten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der AfD mit Spitzenkandidat Leif-Erik Holm hin. Nach Zahlen von Infratest dimap lag die AfD bei 38 Prozent, die SPD bei 33 Prozent. In einer anderen letzten Erhebung lag die SPD dagegen knapp vorne.

Schlecht sah es in den Umfragen für die CDU aus. Mit nur sieben Prozent bewegte sie sich zuletzt nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde und muss ernsthaft um den Einzug in den Schweriner Landtag bangen. Die SPD stellt in Mecklenburg-Vorpommern seit 1998 ununterbrochen den Regierungschef oder die Regierungschefin. Seit 2021 regiert Schwesig zusammen mit der Linken.

Auch Berlin wählt unter Spannung

In der Hauptstadt wird ebenfalls ein knappes Ergebnis erwartet. In den jüngsten Umfragen kam die Linke auf 20 bis 22 Prozent, die CDU auf rund 20 Prozent. Dahinter lagen AfD mit etwa 18 Prozent und die Grünen mit 15 bis 16 Prozent, während die SPD bei rund zwölf Prozent lag.

Damit stimmten bis zum Mittag mehr Menschen vor Ort ab als bei der Wahl 2023. Damals hatte die Beteiligung zur gleichen Zeit bei 23,4 Prozent gelegen. Die Abstimmungen werden auch bundespolitisch genau beobachtet. Besonders das Abschneiden der CDU steht im Fokus, nachdem es nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen neue Diskussionen um Parteichef und Kanzler Friedrich Merz gegeben hatte.

Quelle: DW Deutsch

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