Politik

Sommerferien mit Stau-Plus

16. September 2026
Sommerferien mit Stau-Plus

Auf deutschen Autobahnen hat es in den Sommerferien 2026 deutlich mehr Staus gegeben als im Vorjahr. Der ADAC zählte 128.849 Verkehrsstaus, zugleich fiel die gesamte Staudauer nur leicht höher aus.

Foto: Agentur: Adhurricane Advertising GmbH / Wikimedia Commons, Public domain

Die Sommerferien 2026 haben Autofahrer in Deutschland erneut viel Geduld gekostet. Nach Angaben des ADAC ist die Zahl der Staus in der Ferienzeit im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Insgesamt wurden 128.849 Staus auf Autobahnen und Fernstraßen registriert – das sind gut acht Prozent mehr als in den Sommerferien 2025.

Auffällig ist dabei: Zwar nahm auch die gesamte Staulänge zu, und zwar um rund vier Prozent auf 217.727 Kilometer. Die gesamte Dauer aller Störungen erhöhte sich jedoch nur leicht um etwa ein Prozent auf 124.262 Stunden. Unterm Strich heißt das: Es gab mehr Behinderungen, im Durchschnitt dauerten sie aber kürzer als im vergangenen Sommer.

Ferienstart in NRW sorgt für Spitze

Besonders voll wurde es am Wochenende vom 17. bis 19. Juli. Zum Start der Ferien in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, zählte der ADAC in diesem Zeitraum 4.324 Staus. Der stärkste Stautag blieb auch 2026 der Freitag. Dann treffen Berufspendler, Wochenendausflügler und Urlauber gleichzeitig aufeinander.

Samstage und Sonntage spielten dagegen als klassische Hauptreisetage eine kleinere Rolle. Laut ADAC wurde an diesen Tagen nur etwa halb so viel Stau registriert wie freitags.

Baustellen bleiben ein Problem

Ein wichtiger Grund für die vielen Engpässe waren erneut die Baustellen. Im Schnitt gab es während der Ferienzeit 1.020 Autobahnbaustellen. Dass die Spritpreise auf Rekordniveau lagen, hielt viele Menschen offenbar trotzdem nicht davon ab, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Quelle: Tagesschau

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