Musik & Film

Robbie rockt Zürich weg

10. September 2026
Robbie rockt Zürich weg

Robbie Williams hat im Hallenstadion Zürich vor rund 13'000 Fans eine fast ausverkaufte Show gespielt. Der Popstar lieferte große Hits, schräge Gags und einen Abend zwischen Selbstironie, Glamour und Stadion-Pathos.

Foto: Wikimedia Commons / Drew de F Fawkes, CC BY 2.0

Robbie Williams hat das Hallenstadion Zürich am Mittwochabend schnell auf seine Seite gezogen. Schon kurz nach dem Auftakt mit „Let Me Entertain You“ war klar: Der 52-Jährige setzt bei seiner ersten von zwei faktisch ausverkauften Shows auf maximale Wirkung. Rund 13'000 Gäste bekamen fast zwei Stunden lang eine Mischung aus Hitparade, Comedy und Popstar-Selbstparodie geboten.

Musikalisch war der Abend vor allem eines: ein Best-of durch drei Jahrzehnte Pop. Auf der Setlist standen unter anderem „Come Undone“, „Supreme“, „Kids“, „Rock DJ“, „Millennium“ und „Feel“. Selbst „Angels“ durfte als Zugabe nicht fehlen, wenn auch eher knapp. Dazu streute Williams mit „Relight My Fire“ einen Verweis auf seine Zeit bei Take That ein. Auch die Ausflüge in Richtung Crooner funktionierten: „New York, New York“ und „My Way“ saßen, während seine achtköpfige Band bei ihrer längeren Vorstellung zusätzlich bekannte Songs von Shania Twain, Queen und den Beatles anspielte.

Glamour, Gags und Selbstironie

Optisch blieb Williams seinem Hang zum großen Auftritt treu. Er begann in einem roten Glitzer-Trainingsanzug, wechselte später zur pinken Federboa und präsentierte schließlich einen neonpinken Anzug. Trash war dabei klar Teil des Konzepts. Das galt auch für den Humor: Williams machte Witze über seine Vergangenheit, sprach über Ex-Take-That-Kollege Gary Barlow, griff einen viralen Clip vom Sommer auf und baute bei „Millennium“ sogar einen derben Furz-Gag ein. Nicht jeder Spruch zündete perfekt, doch sein spitzbübischer Charme trug den Abend immer wieder weiter.

Zwischen Stadionrock und Nähe

Neben den Kalauer-Momenten zeigte sich der Sänger auch von der weicheren Seite. Er sprach mehrfach über sein Familienleben mit Frau und vier Kindern und ließ damit durchblicken, dass zwischen Showman und Witzbold auch noch der private Robbie Platz hat. Gerade dieser Wechsel zwischen Größenwahn, Ironie und Nähe machte das Konzert in Zürich aus.

Am Ende lieferte Williams genau das, was viele von ihm erwarten: große Refrains, auffällige Looks und reichlich Entertainer-Energie. Mal albern, mal charmant, mal völlig drüber – aber fast nie langweilig.

Quelle: SRF

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