Musik & Film

South Park wird zu South America

09. September 2026
South Park wird zu South America

Die Macher von „South Park“ reagieren mit Spott auf jüngste Umbenennungen durch Donald Trump: In Staffel 29 soll die Serie vorübergehend „South America“ heißen. Anlass sind mehrere politische Namensvorstöße in den USA.

Die Satire schlägt zurück: Die Zeichentrickserie „South Park“ will sich in ihrer 29. Staffel in „South America“ umbenennen. Die Ankündigung ist als Reaktion auf jüngste Umbenennungen durch US-Präsident Donald Trump gedacht, die zuletzt für viel Aufmerksamkeit sorgten.

Die Serienmacher Trey Parker und Matt Stone meldeten sich dazu auf dem X-Account der Show zu Wort. Dort erklärten sie, man lasse sich vom „Mut und Patriotismus“ von Apple und Google inspirieren und ändere deshalb den Namen der Serie. Hintergrund: Mehrere von Trump verfügte oder angekündigte neue Ortsbezeichnungen wurden teils auch von den beiden Tech-Konzernen übernommen.

Trump sorgt mit neuen Namen für Wirbel

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump im Handelsstreit mit Kanada den Lake Ontario an der Grenze zum Nachbarland per Erlass in „Lake America“ umbenannt. Am Sonntag legte er nach und kündigte an, den Bundesstaat New Mexico künftig „New America“ nennen zu wollen.

Auch mit Blick auf den Persischen Golf gab es bereits den nächsten Vorstoß: Trump schlug vor, die Straße von Hormus könne künftig „Straße von Trump“ heißen. Kurz darauf stellte er allerdings klar, dass dieser Vorschlag nicht ernst gemeint gewesen sei.

Satire mit langer Trump-Tradition

Dass ausgerechnet „South Park“ nun kontert, überrascht kaum. Die seit 1997 laufende Animationsserie spielt in einer US-Kleinstadt und ist bekannt dafür, regelmäßig heikle politische und gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Trump war dort immer wieder Ziel von Seitenhieben – zuletzt auch mit Anspielungen auf die Epstein-Affäre. Mit der Umbenennung in „South America“ setzt die Serie diese Linie nun einmal mehr demonstrativ fort.

Quelle: ORF

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