Politik

Ozonloch so klein wie lange nicht

16. September 2026
Ozonloch so klein wie lange nicht

Über der Antarktis ist das Ozonloch 2025 laut Weltwetterorganisation deutlich kleiner ausgefallen als im Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010. Die WMO sieht darin ein starkes Signal für die Erholung der Ozonschicht.

Gute Nachrichten aus der Atmosphäre: Das Ozonloch über der Antarktis ist 2025 weiter geschrumpft. Nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) lagen sowohl seine Ausdehnung als auch seine Tiefe auf einem besonders niedrigen Stand. Damit blieb das Ozonloch unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 und war so klein wie nur selten seit den frühen 1990er-Jahren.

Für die WMO ist das mehr als nur eine Momentaufnahme. Behördenchefin Celeste Saulo bezeichnet die Entwicklung als Erfolg im Umweltschutz. Nach Einschätzung der Organisation erholt sich die Ozonschicht bereits seit dem Jahr 2000. Wenn dieser Trend anhält, könnte sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig regenerieren.

Warum die Ozonschicht überhaupt beschädigt wurde

Die Ozonschicht ist für Menschen, Tiere und Pflanzen entscheidend, weil sie vor schädlicher UV-Strahlung der Sonne schützt. Geschädigt wurde sie über viele Jahre vor allem durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe, also FCKW. Diese Stoffe wurden früher unter anderem in Kühlschränken, Klimaanlagen und Sprühdosen eingesetzt.

Erholung im Süden – Warnsignal bei UV im Norden

Auch über der Arktis zeigt der langfristige Trend laut WMO in Richtung Erholung. Zwar sanken die Ozonwerte 2025 wegen meteorologischer Effekte in einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre. Nach Angaben der Organisation handelte es sich dort jedoch nicht um ein Ozonloch wie über der Antarktis, sondern um eine vorübergehende Verdünnung der Schicht.

Ganz ohne Risiko ist die Entwicklung trotzdem nicht: In Teilen Europas hat die UV-Strahlung seit Mitte der 1990er Jahre laut WMO um bis zu 20 Prozent zugenommen. Als Grund nennt die Organisation vor allem weniger Wolken und mehr Sonnenstunden. Gerade in diesen Regionen bleibt guter UV-Schutz deshalb ein wichtiges Thema.

Quelle: Tagesschau

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