Politik

Neue Raketenangriffe auf Kiew

17. September 2026
Neue Raketenangriffe auf Kiew

Russland hat die Ukraine nach mehreren ruhigeren Nächten erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. In Kiew wurden nach Behördenangaben 12 Menschen verletzt, darunter 2 Kinder; auch Odessa, Dnipro und Saporischschja waren betroffen.

Foto: Wikimedia Commons / usembassykyiv, Public domain

Nach einigen Nächten ohne vergleichbar schwere Attacken ist die Ukraine in der Nacht erneut Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Besonders in Kiew war die Lage dramatisch: Laut militärnahen Telegramkanälen sollen gegen die Hauptstadt bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen des Typs Zirkon eingesetzt worden sein. In der Stadt waren schwere Explosionen zu hören.

Schäden in Kiew, Verletzte in mehreren Städten

Kiews Bürgermeister Witali Klitschko meldete Schäden unter anderem an einem Bürogebäude und an einem Wohnhaus. Nach seinen Angaben wurden zwölf Menschen verletzt, darunter auch zwei Kinder. Auch in anderen Teilen des Landes blieb die Nacht nicht ruhig: Die ukrainische Luftwaffe berichtete von ballistischen Angriffen auf die Großstädte Dnipro und Saporischschja im Süden.

In Odessa traf es nach Behördenangaben ein 19-stöckiges Wohnhaus. Dort wurden drei Menschen verletzt, unter ihnen ebenfalls ein Kind. Damit weitete sich die jüngste Angriffswelle erneut auf mehrere wichtige Städte des Landes aus.

Auch Drohnenangriffe auf Russland gemeldet

Nicht nur die Ukraine meldete Angriffe in der Nacht. Umgekehrt soll auch die Ukraine laut Berichten von Telegramkanälen Ziele in Russland mit Kampfdrohnen attackiert haben. Genannt wurden dabei unter anderem Rostow im Süden des Landes sowie Jaroslaw nordöstlich von Moskau.

Die Auswirkungen waren auch im russischen Flugverkehr spürbar: Mehrere Flughäfen mussten ihren Betrieb zeitweise einschränken, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Die gegenseitigen Angriffe zeigen damit einmal mehr, wie angespannt die Lage auf beiden Seiten weiter bleibt.

Quelle: ORF

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