Politik

Neue Angriffe im Nahen Osten

02. September 2026
Neue Angriffe im Nahen Osten

Die USA haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran nahe der Straße von Hormus angegriffen. Iran meldet zivile Opfer und reagierte laut Jordanien mit 13 ballistischen Raketen auf den jordanischen Luftraum.

Foto: Wikimedia Commons / Daniel Torok, Public domain

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Die USA haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran attackiert. Präsident Donald Trump sagte, ins Visier genommen worden seien Anlagen nahe der Straße von Hormus, darunter auch Radarstellungen. Das US-Regionalkommando erklärte, die Schläge seien eine Reaktion auf Angriffe der iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe in der Meerenge und auf amerikanische Truppen in der Region.

Aus dem Iran wurden anschließend Explosionen in mehreren Landesteilen gemeldet. Staatsmedien berichteten unter anderem aus Bandar Abbas von Treffern auf Hafeneinrichtungen und Strominfrastruktur. Außerdem soll in Kuhestak ein Haus getroffen worden sein, in dem gerade eine Hochzeit stattfand. Nach diesen Angaben kamen dabei vier Menschen ums Leben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Darstellungen beider Seiten derzeit nicht.

Raketenalarm in Jordanien

Als Reaktion meldete Teheran einen größeren Einsatz gegen mehrere von der US-Armee genutzte Stützpunkte in der Region. Jordanien teilte mit, 13 ballistische Raketen seien in den eigenen Luftraum eingedrungen. Zehn davon seien abgefangen worden, drei in abgelegenen Gebieten niedergegangen. Tote oder Verletzte habe es laut Regierung nicht gegeben.

Die US-Streitkräfte nutzen in Jordanien vor allem den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti, rund 100 Kilometer östlich von Amman. Dort waren bereits Mitte Juli bei iranischen Angriffen drei US-Soldaten getötet worden. Zusätzlich soll es iranische Drohnenangriffe auf Bahrain und Kuwait gegeben haben. Das kuwaitische Militär führte gemeldete Explosionsgeräusche auf abgewehrte Drohnen zurück.

Konflikt nach Pause wieder eskaliert

Erst am Sonntag waren die Kämpfe nach mehr als einem Monat Unterbrechung wieder aufgeflammt. Nach Darstellung von CENTCOM sollten die Angriffe vom Wochenende verhindern, dass die iranischen Revolutionsgarden neue Minen in der Straße von Hormus verlegen. Wegen der neuen Eskalation erneuerte das US-Außenministerium seine Reisewarnung für den gesamten Nahen Osten. Aus Washington hieß es, die Sicherheitslage bleibe unübersichtlich und könne sich jederzeit weiter verschärfen.

Quelle: Tagesschau

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