Politik

Kurdenmiliz löst sich auf

26. August 2026
Kurdenmiliz löst sich auf

In Syrien hat das kurdisch geführte Militärbündnis SDF seine Auflösung bekannt gegeben. Die Gruppe soll nach einem Abkommen mit Damaskus in staatliche Strukturen und die Armee eingegliedert werden.

Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Syrien haben ihre Auflösung verkündet. Kommandeur Abdi erklärte, der Auftrag des kurdisch geführten Bündnisses sei abgeschlossen. Künftig solle die Organisation in die staatlichen Strukturen Syriens übergehen. Nach seinen Angaben beginnt damit ein neuer Abschnitt: weg von der militärischen Verteidigung, hin zum Wiederaufbau des Landes.

Schritt war länger vorbereitet

Ganz überraschend kommt die Entscheidung nicht. Bereits im Januar 2026 hatten die SDF mit der Regierung des syrischen Übergangspräsidenten al-Scharaa ein Abkommen geschlossen. Darin wurde festgelegt, dass das Bündnis in den syrischen Staat eingegliedert werden soll. Die Umsetzung hatte sich allerdings hingezogen, weil es Streit über die Details gab.

Neben der SDF soll auch die kurdische Selbstverwaltungsbehörde aufgelöst und in staatliche Institutionen überführt werden. Für die Führung in Damaskus ist das ein wichtiger Erfolg, weil damit ein zentraler Machtfaktor im Nordosten des Landes formell in die neue Ordnung eingebunden wird.

Rechte für Kurden ausgeweitet

Im Zusammenhang mit dem Abkommen hatte al-Scharaa den Kurden bereits Minderheitenrechte zugesichert. Dazu gehörten mehrere konkrete Schritte:

Die SDF galten lange als wichtigster Partner der USA in Syrien im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat. Nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 rückte Washington jedoch enger an die neue Führung in Damaskus heran. Die offizielle Auflösung der SDF markiert deshalb nicht nur einen Machtwechsel im Land, sondern auch das Ende einer prägenden Phase des syrischen Konflikts.

Quelle: Tagesschau

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