Politik

Kreml-Partei klar vorn

21. September 2026
Kreml-Partei klar vorn

Bei der Parlamentswahl in Russland ist die Kreml-Partei Geeintes Russland laut ersten Ergebnissen deutlich stärkste Kraft geworden. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen lag sie bei 57,9 Prozent und steuert auf eine Zweidrittelmehrheit zu.

Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Bei der dreitägigen Parlamentswahl in Russland ist „Geeintes Russland“ wie erwartet als stärkste Kraft aus den ersten Auszählungen hervorgegangen. Nach Angaben der Wahlleitung, auf die sich russische Medien berufen, lag die Kreml-Partei nach Auszählung von mehr als 50 Prozent der Stimmen bei 57,9 Prozent. Damit steuert sie offenbar erneut auf eine sehr komfortable Mehrheit in der Staatsduma zu.

Zweidrittelmehrheit in Reichweite

Medienberichten zufolge könnte die Partei mit den Direktmandaten auf 309 von 450 Sitzen kommen. Das wäre mehr, als für Änderungen an der Verfassung nötig ist. Prognosen hatten die seit mehr als 20 Jahren regierende Partei zuvor noch bei unter 50 Prozent gesehen. Die Wahl gilt deshalb auch als politisches Signal für den Kurs von Präsident Wladimir Putin und den russischen Krieg gegen die Ukraine.

Auf den weiteren Plätzen folgten nach den vorläufigen Zahlen:

Kritik an Ablauf und Auswahl

Es war die erste Wahl zur Staatsduma seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Mehr als 110 Millionen Menschen waren zur Wahl von 450 Abgeordneten aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei über 56 Prozent. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen laut Quelle jedoch nicht.

Kritik kam vor allem von Regierungsgegnern und auch von der Kommunistischen Partei. Beanstandet wurden unter anderem Behinderungen von Wahlbeobachtern sowie Druck auf Staatsbedienstete, ihre Stimme abzugeben. Eine echte Opposition war nicht zugelassen: Auf dem Stimmzettel standen laut Quelle nur Parteien, die als kremltreu gelten und den Kriegskurs unterstützen.

Quelle: SRF

Mehr aus Politik

UNO lockt die Macht-Elite
Politik21. September 2026

UNO lockt die Macht-Elite

Zur UNO-Jahresversammlung in New York reisen wieder die großen Namen der Weltpolitik an. Im Fokus stehen US-Präsident Donald Trump, Bundespräsident Guy Parmelin, Irans Präsident Massud Peseschkian und Ukraines Präsident Wolodimir Selenski.

Scheuer vor Gericht
Politik21. September 2026

Scheuer vor Gericht

Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer muss sich in Berlin wegen des Vorwurfs der Falschaussage verantworten. Es geht um seine Aussagen im Maut-Untersuchungsausschuss und ein Debakel, das den Staat rund 270 Millionen Euro kostete.

Selenskyj plant Trump-Treffen
Politik21. September 2026

Selenskyj plant Trump-Treffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für diese Woche in New York ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump angekündigt. Am Rande der UN-Vollversammlung könnte das Gespräch neue Bewegung in die festgefahrene Ukraine-Diplomatie bringen.

Spannung bei den Landtagswahlen
Politik20. September 2026

Spannung bei den Landtagswahlen

In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden neue Landesparlamente gewählt. Rund 1,3 Millionen Menschen im Nordosten und 2,5 Millionen in der Hauptstadt sind zur Stimmabgabe aufgerufen.

Neue Raketen aus Nordkorea
Politik20. September 2026

Neue Raketen aus Nordkorea

Nordkorea hat laut Südkorea erneut zwei Geschoße von seiner Ostküste abgefeuert. Seoul spricht von einem schwerwiegenden Verstoß, Japan meldet scharfen Protest gegen Pjöngjang.

Meloni plant Schleier-Verbot
Politik20. September 2026

Meloni plant Schleier-Verbot

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni will Burka und Nikab an Schulen verbieten und die Zahl ausländischer Schülerinnen und Schüler pro Klasse begrenzen. Auch Eltern mit großen Integrationsproblemen sollen Italienisch lernen müssen.