Politik

Iran sendet Signal an die USA

01. September 2026
Iran sendet Signal an die USA

Irans Präsident Massud Peseschkian bietet beim SCO-Gipfel in Bischkek erneut Gespräche mit den USA an. Voraussetzung ist laut Teheran, dass Washington zu seinen Zusagen aus der Vereinbarung vom Juni zurückkehrt.

Foto: Wikimedia Commons / duma.gov.ru, CC BY 4.0

Im festgefahrenen Konflikt mit den USA hat Irans Präsident Massud Peseschkian erneut Gesprächsbereitschaft signalisiert. Beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Bischkek erklärte er laut iranischem Präsidialamt, Teheran sei zu entsprechenden Schritten bereit – allerdings nur dann, wenn Washington zuerst zu den im Juni vereinbarten Verpflichtungen zurückkehrt.

Schon zu Wochenbeginn hatte Peseschkian betont, dass ein Krieg keiner Seite nütze und der Iran weiter offen für eine Verhandlungslösung sei. Am Rande des Treffens in Kirgisistan war zudem ein Gespräch mit Russlands Präsident Wladimir Putin geplant. Auch Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuletzt erkennen lassen, dass die Tür für neue Verhandlungen aus iranischer Sicht nicht geschlossen ist.

Abkommen hielt nur kurz

Im Mittelpunkt steht eine Zwischenvereinbarung aus dem Juni zwischen Teheran und Washington. Sie sollte die Kämpfe eindämmen, die nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran am 28. Februar begonnen hatten. Doch die Absprache zerfiel rasch, weil sich beide Seiten gegenseitig Verstöße gegen die Umsetzung vorwarfen.

Neue Angriffe verschärfen die Lage

Die diplomatischen Töne kommen allerdings direkt nach einer neuen militärischen Zuspitzung. Am Sonntagabend griff das US-Militär nach iranischen Angaben die Insel Larak in der Straße von Hormus an. Der Iran meldete daraufhin Angriffe auf zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Jordanien. Es war der erste direkte Schlagabtausch zwischen beiden Staaten seit Ende Juli.

US-Präsident Donald Trump kündigte zwar eine Reaktion an, sprach aber zugleich nicht von einer Rückkehr zu einem umfassenden Krieg. Besonders brisant bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus: Seit Beginn des Krieges vor rund sechs Monaten ist die wichtige Route für den Öltransport laut Quelle weitgehend blockiert. Die USA reagierten mit einer Seeblockade gegen iranische Häfen, was die Versorgung belastet und die Ölpreise auf den Weltmärkten spürbar steigen ließ.

Quelle: DW Deutsch

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