Politik

G20-Zugang für US-Presse gesperrt

31. August 2026
G20-Zugang für US-Presse gesperrt

Beim Treffen der G20-Finanzminister in Asheville haben die USA mehreren Reportern großer Medien die Akkreditierung verweigert. Betroffen sind unter anderem Journalisten von New York Times, Wall Street Journal und Bloomberg.

Foto: (User: Wgreaves ) / Wikimedia Commons, Public domain

Zum Start des Treffens der G20-Finanzminister und Zentralbankchefs in Asheville gibt es heftige Kritik an den USA als Gastgeber. Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalistinnen und Journalisten die Akkreditierung verweigert. Nach Angaben der betroffenen Medienhäuser erhielten Reporter von „New York Times“, „Wall Street Journal“ und Bloomberg keinen Zugang zu den zweitägigen Beratungen in North Carolina.

Kritik von großen US-Medien

Besonders scharf reagierte Bloomberg News. Das Unternehmen sieht in dem Ausschluss einen Angriff auf Pressefreiheit und öffentliche Kontrolle. Auch die „New York Times“ protestierte deutlich: Laut Zeitung wurden Reporter abgewiesen, die seit Jahren über solche internationalen Treffen berichten. Das Blatt wertet den Schritt als weiteren Versuch der Regierung, unabhängigen Journalismus zu schwächen und sich der Kontrolle durch die Öffentlichkeit zu entziehen.

Ministerium verweist auf Standards

Das Finanzministerium erklärte, zu dem Treffen würden fast 300 Medienvertreter aus rund einem Dutzend Ländern erwartet. Wer Zugang zu den Entscheidungsträgern bekomme, trage auch Verantwortung für eine sachliche Berichterstattung nach etablierten journalistischen Standards, hieß es aus dem Ministerium.

Der Streit fällt in eine Zeit, in der das Verhältnis zwischen der Regierung von Donald Trump und kritischen Medien ohnehin stark belastet ist. Laut ORF ist die Behinderung unliebsamer Berichterstattung Teil eines breiteren Vorgehens gegen Medienhäuser, die Trump als zu kritisch oder politisch links einstuft. Genannt werden dabei auch Klagen gegen das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ sowie Kürzungen staatlicher Zuschüsse für öffentlich-rechtliche Sender.

Quelle: ORF

Mehr aus Politik

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien
Politik07. Oktober 2026

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien

Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pest-Instituts bei Irkutsk ist gestorben, ein Lungenpestfall ist aber nicht bestätigt; WHO und USA fordern Aufklärung.

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt
Politik07. Oktober 2026

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig gegen digitale Gewalt beschlossen, nun berät der Bundestag darüber.

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause
Politik07. Oktober 2026

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause

Die Spitzen von Union und SPD beraten am Abend im Kanzleramt über den Reformkurs, die SPD verlangt Änderungen am Paket, Kanzler Friedrich Merz will die bisherige Linie halten.

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Politik07. Oktober 2026

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober
Politik07. Oktober 2026

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall haben Menschen in Israel der Opfer gedacht, am Nova-Gedenkort bei Reim ab 6.29 Uhr Ortszeit mit einer Schweigeminute.

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg
Politik07. Oktober 2026

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt steht erstmals in einem Bundesland ein AfD-Politiker an der Spitze des Landtags: Tobias Rausch wurde am 6. Oktober mit 48 Stimmen gewählt.