Politik

Flut-Horror in Nepal

01. September 2026
Flut-Horror in Nepal

Nach den schweren Überschwemmungen im Himalaya sind allein in Nepal mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Tausende gelten in Nepal und China weiter als vermisst, während Helfer vor wachsenden Gesundheitsgefahren warnen.

Foto: Jacques Descloitres, MODIS Rapid Response Team, NASA/GSFC / Wikimedia Commons, Public domain

Die Flutkatastrophe im Himalaya hat ein noch grösseres Ausmass angenommen: Allein in Nepal stieg die Zahl der Toten auf über 1000. Dazu kommen weiterhin mehr als 5000 Vermisste in Nepal und China. Während Rettungskräfte inzwischen auch über Land in schwer getroffene Bergregionen vordringen, bleibt das volle Ausmass der Zerstörung weiter unklar.

Nach Angaben der Behörden werden in Nepal rund 4600 Menschen vermisst, darunter auch mehrere hundert ausländische Staatsangehörige. Bisher konnten demnach etwa 11'800 Personen gerettet werden. Aus China lag zuletzt ein Bericht mit 16 Todesopfern und rund 550 Vermissten vor. Ein Polizeisprecher machte deutlich, dass die Vermisstenzahlen noch vorläufig sind.

Helfer warnen vor Krankheiten

Mit der humanitären Lage wächst auch die Sorge vor einer zweiten Katastrophe. Fachleute warnen vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten. Die Hilfsorganisation Save the Children beschreibt die hygienische Situation als katastrophal. Überfüllte Unterkünfte, verschmutztes Wasser, mangelhafte Sanitäranlagen und eine eingeschränkte medizinische Versorgung schaffen ideale Bedingungen für Seuchen.

Mitarbeitende der Organisation berichten zudem von zahlreichen Leichensäcken entlang der Strasse zwischen Kathmandu und der weitgehend zerstörten Stadt Trishuli Bazar. Bilder aus dem Land zeigen auch Massengräber und Angehörige, die in Datenbanken nach registrierten Todesopfern suchen.

Schulleiter rettet Hunderte Kinder

Inmitten der Katastrophe gibt es auch eine Geschichte, die Hoffnung macht. In Trishuli Bazar brachte der Schulleiter Rajendra Dawadi laut Bericht etwa 900 Schülerinnen und Schüler rechtzeitig in Sicherheit. Nachdem er vor der heranrollenden Flutwelle gewarnt worden war, liess er das Schulgebäude räumen und sorgte auch dafür, dass Schulbusse mit Hunderten Kindern umgeleitet wurden. Die Mittelschule wurde bei der Sturzflut komplett zerstört, doch laut Dawadi seien alle Schüler in Sicherheit.

Quelle: SRF

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