Politik

EU setzt auf Grönland

08. September 2026
EU setzt auf Grönland

Die EU will weitere 200 Millionen Euro in Grönland investieren. Kommissionschefin Ursula von der Leyen verbindet das mit einem klaren Signal gegen die erneuten Besitzansprüche aus Washington.

Foto: NASA / Ames Research Center / Wikimedia Commons, Public domain

Die EU baut ihre Zusammenarbeit mit Grönland aus und legt dafür ein neues Investitionspaket in Höhe von rund 200 Millionen Euro auf. Bei ihrem Besuch auf der arktischen Insel machte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen deutlich, dass es dabei nicht nur um Wirtschaft geht, sondern auch um Geopolitik. Hintergrund sind die wiederholten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland übernehmen zu wollen.

Signal an Washington

Von der Leyen stellte klar, dass über die Zukunft Grönlands nicht in Washington entschieden werde. Nach ihrer Linie liegt die Entscheidung allein beim grönländischen und dänischen Volk. Die Insel gehört zum Königreich Dänemark, genießt aber weitgehende Autonomie. Gerade weil die Arktis zunehmend zum Schauplatz internationaler Machtfragen werde, arbeite die EU nun an einer neuen Arktisstrategie, die im Herbst vorgestellt werden soll.

Auch Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen betonte die Bedeutung engerer Beziehungen. Aus seiner Sicht braucht Grönland die Europäische Union ebenso wie die EU die Insel. Dass Grönland stärker in den Fokus rückt, hängt vor allem mit seiner strategischen Lage und seinen Rohstoffen zusammen.

Wohin das Geld fließen soll

Das neue Paket soll die politische und wirtschaftliche Partnerschaft vertiefen. Im Mittelpunkt stehen vor allem drei Bereiche:

Zusätzlich sind Investitionen in bessere Wohnverhältnisse, nachhaltigen Tourismus und die Unterstützung kleiner Unternehmen geplant. Die EU sendet damit eine doppelte Botschaft: mehr Präsenz in der Arktis und weniger Eindruck von den Drohgebärden aus den USA.

Quelle: Tagesschau

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