Politik

Drohnen-Terror auf Kiew

14. September 2026
Drohnen-Terror auf Kiew

Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben sich verschärft. Besonders die Vororte von Kiew stehen unter Druck, weil modifizierte Drohnen mit Düsenmotoren schneller fliegen und schwerer abzufangen sind.

Foto: Francisco Anzola / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine nehmen weiter zu – und vor allem die Region um Kiew spürt das besonders deutlich. In Orten wie Welyka Oleksandriwka, einem Vorort mit rund 5.000 Einwohnern, gehört Luftalarm inzwischen fast dauerhaft zum Alltag. Anwohner berichten, dass Angriffe längst nicht mehr nur nachts stattfinden, sondern inzwischen auch tagsüber immer wieder einschlagen.

Explosionen mitten im Alltag

Wie bedrückend die Lage ist, zeigt das Beispiel von Aliona Tkatschenko. Sie durchsuchte erst die Trümmer einer Lagerhalle ihrer Firma, nachdem russische Raketen ein Gewerbegebiet getroffen hatten. Dort wurden unter anderem ein Nachbarlager, ein Lager der Süßwarenkette Roshen und mehrere Lastwagen beschädigt. Auch die ukrainische Spielwarenfirma, für die sie arbeitet, wurde getroffen – selbst wenn sie womöglich nicht direkt Ziel des Angriffs war.

Besonders dramatisch: Während eines Gesprächs vor ihrem Haus rauschte eine Drohne in nur wenigen hundert Metern Entfernung vorbei und schlug an einer nahegelegenen Bahnlinie ein. Alle Anwesenden warfen sich zu Boden, um sich vor einer möglichen Druckwelle zu schützen. Verletzt wurde dabei niemand, doch der Vorfall steht beispielhaft für die Lage in der Hauptstadtregion.

Schnellere Drohnen, mehr Gefahr

Nach Angaben aus dem Bericht stehen in den Kiewer Vororten vor allem Lagerhallen und Logistikpunkte im Fokus russischer Angriffe. Für die Zivilbevölkerung bleibt die Gefahr trotzdem groß – auch für Kinder auf dem Schulweg. Verschärft wird die Situation durch technische Änderungen bei den eingesetzten Fluggeräten.

Gerade diese neuen, schnelleren Drohnen gelten als deutlich schwerer abzufangen. Für viele Menschen in den Vororten von Kiew bedeutet das: noch weniger Sicherheit, noch weniger Planbarkeit – und ein Alltag, der immer stärker vom nächsten Alarm bestimmt wird.

Quelle: Tagesschau

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