Politik

CIA-Warnung in Moskau

28. August 2026
CIA-Warnung in Moskau

CIA-Direktor John Ratcliffe war zu einem geheimen Besuch in Moskau. Während Donald Trump die Reise herunterspielt, berichten US-Medien von einer klaren Warnung an den Kreml vor einer Eskalation gegen NATO-Gebiet.

Foto: Wikimedia Commons / Shealeah Craighead, Public domain

Der geheime Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe sorgt in den USA weiter für Wirbel. Während Donald Trump den Trip als routinemäßigen Kontakt herunterspielt, zeichnen amerikanische Medien ein deutlich brisanteres Bild: Demnach soll Ratcliffe den Kreml vor einem Angriff auf NATO-Gebiet gewarnt haben.

Hintergrund ist die wachsende Sorge, Russland könnte angesichts des festgefahrenen Kriegs gegen die Ukraine versuchen, den Zusammenhalt des westlichen Bündnisses zu testen. Fachleute weisen schon länger auf dieses Risiko hin. Auch US-Geheimdienste halten ein solches Szenario laut Medienberichten für möglich. Trump zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt und erklärte nach eigenen Angaben, er habe gute Gespräche mit Wladimir Putin geführt und rechne nicht mit einem Angriff auf Bündnisgebiet.

Trump wiegelt ab

Der US-Präsident sagte dem Portal Axios, Ratcliffe treffe seinen russischen Gegenpart regelmäßig, etwa alle sechs Monate oder einmal pro Jahr. Eine besondere Botschaft habe er ihm für die Reise nicht mitgegeben. Auch im Oval Office ließ Trump erkennen, dass er aktuell keine größeren Konflikte mit Putins Linie sehe. Selbst mit Blick auf Russlands Unterstützung für den Iran äußerte er sich nicht alarmiert.

Berichte über neue Schwäche der USA

US-Medien verbinden Ratcliffes Reise mit einer heiklen Lage nach dem Krieg gegen den Iran. So berichtete die Washington Post, die amerikanischen Geheimdienste gingen davon aus, dass Moskau die USA wegen dieses Konflikts für geschwächt halte. Laut AP leidet das US-Militär in Europa inzwischen unter einem gravierenden Mangel an modernen Raketenabwehrsystemen.

Auch aus dem US-Senat kommt Kritik. Der demokratische Senator Mark Kelly sagte bei CNN, es sei gut möglich, dass Putin in der aktuellen Lage eine Schwäche der Amerikaner erkenne. Für Trump wird der Spagat damit immer schwieriger: öffentlich Entwarnung geben, während aus Washington zunehmend Signale der Besorgnis kommen.

Quelle: Tagesschau

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