Politik

Aus für die Eisgrotte

05. September 2026
Aus für die Eisgrotte

Die bekannte Eisgrotte im Rhonegletscher im Wallis soll schliessen. Die Kantonsregierung wies den Einspruch der Betreiber ab; betroffen ist ein Touristenmagnet mit rund 100'000 Besuchenden pro Jahr.

Foto: Daniel Reust / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Für die berühmte Eisgrotte im Rhonegletscher sieht es düster aus: Die Walliser Regierung hat entschieden, dass die Anlage schliessen muss. Damit wurde der Einspruch der Betreiberfamilie abgewiesen. Ob die Grotte endgültig verschwindet, ist aber noch offen – der Fall kann noch vor das Kantonsgericht gezogen werden.

Die Eishöhle ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel im Wallis. Jeden Frühling wird der Stollen neu ins Eis geschnitten und gibt Besucherinnen und Besuchern einen Blick ins Innere des Gletschers. Pro Jahr kommen laut SRF rund 100'000 Besuchende an den Ort.

Streit um Schutzgebiet

Seit längerem kritisieren Umweltverbände die touristische Nutzung. Im Sommer griffen dann die Walliser Behörden ein und verlangten, dass der ursprüngliche Zustand des Gletschers wiederhergestellt werden müsse. Hintergrund ist, dass sich die Anlagen in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung befinden.

Bewilligung wäre nicht möglich gewesen

Nach Einschätzung der Walliser Regierung hätte für den Stollen und die verwendeten Plastikplanen eine Bewilligung eingeholt werden müssen. Genau diese wäre in einem national bedeutenden Schutzgebiet aber nicht erteilt worden. Damit stärkt die Regierung die Linie der Behörden, die bereits zuvor auf eine Rückführung des Gletschers in seinen ursprünglichen Zustand gedrängt hatten.

Noch ist die Sache jedoch nicht ganz abgeschlossen. Die Betreiber der Eisgrotte haben 30 Tage Zeit, um Beschwerde beim Kantonsgericht einzulegen. Bis dahin bleibt die Zukunft der touristischen Attraktion am Rhonegletscher ungewiss.

Quelle: SRF

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