Politik

US-Gesandte landen in Moskau

05. September 2026
US-Gesandte landen in Moskau

Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu neuen Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Moskau angekommen. Für ihren geplanten Besuch in Kiew kündigte Russland ab Sonntag eine dreitägige Feuerpause für die ukrainische Hauptstadt an.

Foto: U.S. Department of State / Wikimedia Commons, Public domain

Neuer Anlauf im festgefahrenen Ukraine-Krieg: Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind in Moskau eingetroffen, um neue Gespräche mit russischer Seite vorzubereiten. Laut russischen Staatsagenturen steht zunächst ein Treffen mit Putins Berater Kirill Dmitrijew an. Auch ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin ist offenbar vorgesehen, offiziell bestätigt wurde ein Termin vom Kreml aber noch nicht.

Washington bringt neuen Vorschlag mit

US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus, seine Unterhändler hätten einen neuen Vorschlag dabei, der den Krieg beenden könnte. Konkrete Inhalte nannte er nicht. Nach seinen Worten soll in Moskau ausgelotet werden, ob in den Verhandlungen wieder Bewegung möglich ist.

Schon am Sonntag sollen Witkoff und Kushner weiter nach Kiew reisen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wäre es der erste Besuch der beiden US-Vermittler in der ukrainischen Hauptstadt. Die Reise ist auch logistisch besonders: Weil der zivile Flugverkehr in der Ukraine seit 2022 ruht, dürfte die Weiterreise mit einem Privatjet erfolgen.

Feuerpause rund um den Kiew-Besuch

Für die Anreise der US-Delegation hatte Selenskyj eine begrenzte Waffenruhe vorgeschlagen. Die Ukraine wolle für drei Tage den normalen Betrieb des russischen Luftraums gewährleisten und erwarte dasselbe von Moskau. Kurz nach der Ankunft der US-Gesandten kündigte Kremlsprecher Dmitri Peskow an, Russland werde ab Sonntag Angriffe auf Kiew für drei Tage aussetzen.

Wie groß die Chancen auf Fortschritte wirklich sind, bleibt offen. Der frühere ukrainische Außenminister Wadim Prystajko zeigte sich skeptisch und verwies auf die russische Forderung, annektierte ukrainische Gebiete als russisch anzuerkennen. Kurz vor der angekündigten Feuerpause hatte das russische Militär nach Darstellung Selenskyjs zudem die Flughäfen Schuljany und Boryspil in Kiew angegriffen.

Quelle: Tagesschau

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