Alphaville doch wieder dabei
Nach der Ausladung vom Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring hat der Veranstalter Alphaville erneut eingeladen. Sänger Marian Gold hatte das Verbot politischer Aussagen auf der Bühne als Eingriff in die Kunstfreiheit kritisiert.
Foto: Wikimedia Commons / Alexandra Wesche, CC BY-SA 2.0 de
Nach heftiger Kritik an der überraschenden Ausladung von Alphaville rudert das Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring zurück: Die Band ist vom Veranstalter erneut eingeladen worden. Mitorganisator Markus Krampe bezeichnete das Vorgehen nachträglich als Fehler und entschuldigte sich öffentlich. Wie die Band auf die neue Einladung reagiert, ist bisher noch nicht bekannt.
Streit um politische Aussagen auf der Bühne
Ausgelöst wurde der Wirbel durch Aussagen von Sänger Marian Gold, der die Absage öffentlich gemacht hatte. Nach Darstellung der Veranstalter habe es keine Einigung darüber gegeben, politische Äußerungen während des Auftritts zu unterlassen. Genau das wollte Gold jedoch nicht akzeptieren: Für ihn gehört Musik zur Kunst – und Kunst dürfe in Deutschland nicht eingeschränkt werden.
Im Interview mit tagesschau24 machte der Frontmann deutlich, dass er ein Verbot politischer Botschaften als Eingriff in die künstlerische Freiheit sieht. Alphaville hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegen rechts, für Demokratie und auch kritisch zur AfD geäußert. Nach der Ausladung bekam die Band dafür Unterstützung von anderen Musikerinnen, Musikern und Prominenten.
Klare Haltung gegen rechts
Gold verortet die Band politisch im liberalen bis linken Spektrum. Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland warnte er vor rechten Kräften und sprach besonders von der AfD als Sammelbecken gefährlicher Positionen. Sollte eine solche Richtung politische Macht übernehmen, drohten aus seiner Sicht Demokratie und Freiheit schweren Schaden zu nehmen.
- Festival: Glücksgefühle am Hockenheimring
- Band: Alphaville, bekannt durch „Big in Japan“ und „Forever Young“
- Konfliktpunkt: politische Aussagen auf der Bühne
- Stand jetzt: Ausladung zurückgenommen, Auftritt wieder möglich
Zugleich machte Gold deutlich, dass er die Verantwortung nicht nur bei Künstlern sieht. Alle Menschen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, müssten sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen stellen. Für ihn ist die Debatte um den Festival-Auftritt deshalb längst mehr als nur ein Streit um ein Konzert.
Quelle: Tagesschau






