Jazz-Ikone Cassandra Wilson tot
Die US-Jazzsängerin Cassandra Wilson ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Ihr Manager bestätigte laut WBGO, dass die zweifache Grammy-Preisträgerin zu Hause im Kreis ihrer Familie und enger Freunde friedlich verstarb.
Foto: news_at
Die US-Jazzsängerin Cassandra Wilson ist tot. Wie ihr Manager Robert Torre dem Radiosender WBGO in New Jersey mitteilte, starb die Musikerin friedlich zu Hause im Kreis ihrer Familie, enger Freunde und ihres Managers. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Wilson wurde 70 Jahre alt.
Die Sängerin zählte über Jahrzehnte zu den markanten Stimmen des Jazz. Sie wurde mit zwei Grammy-Auszeichnungen geehrt und arbeitete im Lauf ihrer Karriere unter anderem mit den Roots und Angelique Kidjo zusammen. Auch in Österreich war Wilson mehrfach live zu erleben.
Musik von klein auf
Geboren wurde Wilson am 4. Dezember 1955 in Jackson im US-Bundesstaat Mississippi. Ihr Vater Herman B. Fowlkes war Jazzgitarrist und Grundschullehrer. Musik spielte schon früh eine zentrale Rolle in ihrem Leben: Bereits als Kind lernte sie Klavier, später Gitarre, und als Teenager stand sie schon professionell als Sängerin auf der Bühne. Nach einem Studium der Massenkommunikation an der Jackson State University begann sie in ihren Zwanzigern ernsthaft mit dem Jazzgesang.
Alben mit besonderer Handschrift
Als wichtiger Karriereschritt gilt ihr Album "Blue Light 'til Dawn" aus dem Jahr 1992. Für dieses Debüt bei Blue Note Records setzte sie auf eine reduzierte akustische Atmosphäre und verband eigene Stücke mit Songs anderer Künstler. Diesen Stil führte sie 1995 auf "New Moon Daughter" weiter.
- 1992: "Blue Light 'til Dawn"
- 1995: "New Moon Daughter"
- 2015: Auftritt in Österreich mit einer Hommage an Billie Holiday
In Österreich erinnerte besonders ein Gastspiel im November 2015 an ihre Bühnenpräsenz: Damals widmete sie sich in einem Programm der 1959 verstorbenen Billie Holiday, die in jenem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Mit Wilson verliert der Jazz eine Künstlerin, die ihren ganz eigenen Ton gefunden hatte.
Quelle: news_at






