Politik

9/11 prägt Amerika bis heute

11. September 2026
9/11 prägt Amerika bis heute

25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September wirkt der Kurswechsel der USA weiter nach. Der „Krieg gegen den Terror“, der Afghanistan-Einsatz und die Logik von Präventivschlägen veränderten die Außenpolitik dauerhaft.

Foto: Mig de Jong / Wikimedia Commons, Public domain

25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist klar: Die Attacken auf New York und Washington haben die Außen- und Sicherheitspolitik der USA grundlegend verändert. Nur wenige Tage nach dem Angriff gab der Kongress dem Präsidenten mit einer bewusst weit gefassten Erlaubnis zum Einsatz militärischer Gewalt großen Spielraum. Diese Entscheidung wurde später zur juristischen Basis für den ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ – und noch Jahre danach für Militärschläge in anderen Ländern herangezogen.

Der Schock von 9/11 und die schnelle Reaktion

Am 11. September 2001 entführten 19 Al-Kaida-Terroristen vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden ins World Trade Center gesteuert, eine ins Pentagon, eine vierte stürzte nach dem Eingreifen von Passagieren in Pennsylvania ab. 2.977 Menschen wurden getötet. Für die USA war das ein Schock, der laut Beobachtern mit der Wirkung eines historischen Überraschungsangriffs vergleichbar war.

Die Reaktion folgte fast sofort: Keine vier Wochen nach den Anschlägen begann der Krieg in Afghanistan. Das Taliban-Regime hatte Al Kaida Unterschlupf gewährt. In den USA stand die Bevölkerung damals fast geschlossen hinter dem Einsatz, Umfragen zeigten Zustimmung von rund 90 Prozent. Auch mehrere NATO-Partner beteiligten sich. Aus dem schnellen Gegenschlag wurde jedoch ein Krieg, der 20 Jahre dauerte und am Ende mit dem Sieg der Taliban endete.

Von Afghanistan zum Irak

Mit 9/11 veränderte sich nicht nur der Ton, sondern auch die strategische Linie Washingtons. Unter Präsident George W. Bush gewann die Idee an Gewicht, Bedrohungen notfalls vorab militärisch auszuschalten. Der Irak unter Saddam Hussein rückte als nächstes Ziel in den Fokus. Führende Berater aus Bushs Umfeld hatten schon vor den Anschlägen auf einen Sturz Husseins gedrängt – nach 9/11 konnten sie den Präsidenten davon überzeugen.

Damit wurde der 11. September zu einem Wendepunkt, dessen Folgen bis heute spürbar sind. Die USA definierten ihre Rolle in der Welt neu – mit Entscheidungen, die weit über die Jagd auf Al Kaida hinausgingen.

Quelle: Tagesschau

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