Politik

400 Schiffe sitzen weiter fest

29. August 2026
400 Schiffe sitzen weiter fest

Im Persischen Golf kommen wegen des Iran-Kriegs weiter rund 400 Schiffe mit etwa 6.000 Seeleuten nicht heraus. Die IMO meldet zudem 70 verifizierte Angriffe auf internationale Schiffe seit Kriegsbeginn.

Auch ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr im Persischen Golf massiv gestört. Nach Angaben der Weltschifffahrtsorganisation IMO können noch immer rund 400 Schiffe die Region nicht verlassen. An Bord seien etwa 6.000 Seeleute, die weiter in der Krisenzone festsitzen.

Sicherheitslage bleibt extrem angespannt

IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez verwies auf die anhaltend schlechte Lage auf See. Nach Angaben der Organisation wurden seit Kriegsbeginn 70 Angriffe auf internationale Schiffe im Persischen Golf überprüft und bestätigt. Dabei kamen demnach 19 Seeleute ums Leben. Für die Schifffahrt in der Region bleibt das Risiko damit hoch.

Im Zentrum des Konflikts steht weiter die Straße von Hormus. Die Meerenge ist für den internationalen Öltransport von zentraler Bedeutung und gehört zu den wichtigsten Streitpunkten zwischen den USA und Iran. Eine politische Lösung ist derzeit nicht in Sicht: Die Gespräche kommen laut Bericht nicht voran, während Teheran Zugeständnisse fordert und US-Präsident Donald Trump den Druck auf die iranische Führung mit einem „Wirtschaftskrieg“ erhöhen will.

Unklare Lage bei den Durchfahrten

Wie viele Tanker und Frachter die Straße von Hormus derzeit tatsächlich passieren, bleibt unübersichtlich. Die iranische Revolutionsgarde erklärte ebenso wie die US-Regierung, die volle Kontrolle über die Route zu haben. Aus Teheran hieß es zudem, Schiffe dürften nur nach Abstimmung mit Iran durchfahren.

Damit bleibt die Lage auf einer der wichtigsten Seerouten der Welt nicht nur gefährlich, sondern auch schwer einzuschätzen. Für Reedereien, Besatzungen und den globalen Handel ist das ein Problem, das sich weiter zuspitzt.

Quelle: Tagesschau

Mehr aus Politik

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien
Politik07. Oktober 2026

Laborantin tot: Streit um Lungenpest in Sibirien

Eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Pest-Instituts bei Irkutsk ist gestorben, ein Lungenpestfall ist aber nicht bestätigt; WHO und USA fordern Aufklärung.

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt
Politik07. Oktober 2026

Kabinett beschließt Gesetz gegen digitale Gewalt

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig gegen digitale Gewalt beschlossen, nun berät der Bundestag darüber.

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause
Politik07. Oktober 2026

Koalitionsausschuss tagt nach drei Monaten Pause

Die Spitzen von Union und SPD beraten am Abend im Kanzleramt über den Reformkurs, die SPD verlangt Änderungen am Paket, Kanzler Friedrich Merz will die bisherige Linie halten.

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew
Politik07. Oktober 2026

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober
Politik07. Oktober 2026

Israel hält Schweigeminute zum 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Überfall haben Menschen in Israel der Opfer gedacht, am Nova-Gedenkort bei Reim ab 6.29 Uhr Ortszeit mit einer Schweigeminute.

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg
Politik07. Oktober 2026

AfD-Mann Rausch wird Landtagspräsident in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt steht erstmals in einem Bundesland ein AfD-Politiker an der Spitze des Landtags: Tobias Rausch wurde am 6. Oktober mit 48 Stimmen gewählt.