Politik

US-Gesandte auf Kurs Kiew

06. September 2026
US-Gesandte auf Kurs Kiew

Die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner werden nach Gesprächen mit Wladimir Putin erstmals in Kiew erwartet. Der Besuch fällt in eine von Selenskyj und Putin angekündigte dreitägige, örtlich begrenzte Waffenruhe.

Foto: Wikimedia Commons / Unknown authorUnknown author, Public domain

Nach ihrem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau werden die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nun erstmals in Kiew erwartet. Dort sollen sie mit der ukrainischen Führung über mögliche nächste Schritte auf dem Weg zu einem Ende des Kriegs sprechen. Empfangen werden sollen sie von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Erste Kiew-Reise seit Trumps Amtsantritt

Aus dem Weißen Haus hieß es laut AFP, die Unterhändler hätten in Moskau bereits konkrete Pläne für das weitere Vorgehen besprochen und blickten nun auf ebenso produktive Gespräche in der Ukraine. Für Witkoff und Kushner ist es die erste Reise nach Kiew in dieser Funktion, seit Donald Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat. Zuvor waren beide bereits mehrfach zu Gesprächen nach Moskau gereist.

Bemerkenswert ist dabei vor allem der geplante Reiseweg: Nach Angaben von Selenskyj sollten die beiden Vermittler mit dem Flugzeug in Kiew ankommen. Das wäre äußerst ungewöhnlich, weil der ukrainische Luftraum seit 2022 gesperrt ist. Andere westliche Politiker waren bislang in der Regel per Zug in die Hauptstadt gereist.

Kreml spricht von konstruktiven Gesprächen

Öffentliche Aussagen von Witkoff und Kushner zu ihrem Treffen mit Putin gab es zunächst nicht. Kurz nach den Gesprächen verließen sie Moskau wieder. Aus dem Kreml kam dagegen eine positive Bewertung: Ein Berater Putins sprach von nützlichen und konstruktiven Unterredungen. Demnach hätten die US-Gesandten mehrere Ideen für mögliche Wege zu einer Einigung vorgestellt, ohne dass dazu Details genannt wurden.

Der Besuch in Kiew fällt in eine von Selenskyj und Putin erklärte dreitägige lokale Feuerpause. Trump hatte den neuen diplomatischen Vorstoß am Freitag selbst angekündigt und Witkoff sowie seinen Schwiegersohn Kushner als zentrale Verhandler für diese Mission bezeichnet.

Quelle: Tagesschau

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