Politik

UNO macht Schritt gegen Killerroboter

06. September 2026
UNO macht Schritt gegen Killerroboter

In Genf haben sich knapp 130 Staaten bei der UNO erstmals auf eine Definition autonomer Waffensysteme geeinigt. Das gilt als wichtiger Fortschritt in den jahrelangen Verhandlungen über eine mögliche Einschränkung sogenannter Killerroboter.

Foto: U.S. Department of State from United States / Wikimedia Commons, Public domain

Bei der UNO gibt es Bewegung im Streit um autonome Waffensysteme: Knapp 130 Staaten haben sich in Genf erstmals auf eine gemeinsame Definition dieser Waffen geeinigt. Das teilte der niederländische Außenminister Tom Berendsen mit. Nach Jahren zäher Debatten ist das ein erster konkreter Fortschritt bei der Frage, wie solche Systeme international eingegrenzt werden können.

Erster Durchbruch nach langen Debatten

Verhandelt wurde im Rahmen der Konvention über bestimmte konventionelle Waffen (CCW). Im Zentrum steht dabei eine Technologie, die militärisch immer wichtiger wird: Waffen, die Ziele selbst auswählen und ohne menschliches Eingreifen angreifen können. Gerade weil sich diese Technik schnell entwickelt, wächst auch der Druck auf die Staatengemeinschaft, Regeln festzulegen.

Das nun verabschiedete Dokument wurde allerdings bislang nicht veröffentlicht. Damit bleibt offen, wie genau die Definition formuliert ist und welche Folgen sie für die weiteren Gespräche haben könnte. Klar ist nur: Die Einigung gilt als Signal, dass die festgefahrenen Verhandlungen doch noch vorankommen.

Warnung vor rechtlichen und humanitären Risiken

Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sieht dringenden Handlungsbedarf. Aus seiner Sicht wirft die Entwicklung und Nutzung autonomer Waffensysteme ohne einen klaren und strengen Rahmen schwerwiegende Probleme auf.

Ob aus der Definition am Ende auch verbindlichere Regeln oder sogar stärkere Beschränkungen entstehen, ist noch offen. Für die UNO ist die Einigung von Genf aber ein wichtiger Etappensieg in einer Debatte, die mit dem technischen Fortschritt immer drängender wird.

Quelle: ORF

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