Politik

Trump dominiert Wisconsin-Messe

16. August 2026
Trump dominiert Wisconsin-Messe

Auf der Wisconsin State Fair bei Milwaukee zeigt sich kurz vor den US-Zwischenwahlen die harte politische Spaltung im Bundesstaat. Republikaner setzen auf Donald Trump, obwohl seine schlechten Umfragewerte als Risiko gelten.

Zwischen Schweinerennen, Fahrgeschäften und frittierten Snacks wird auf der Wisconsin State Fair bei Milwaukee auch Politik gemacht. Der Stand der Republikaner steht dabei eher unscheinbar in einer Ausstellungshalle – zwischen Whirlpools und Massagesesseln. Doch inhaltlich ist die Botschaft klar: Donald Trump bleibt für viele Anhänger die zentrale Figur.

Trump bleibt das Zugpferd

Auf roten Kappen ist dort sogar „Trump 2028“ zu lesen – obwohl eine dritte Amtszeit laut US-Verfassung nicht möglich ist. Hilario Deleon, Vorsitzender der Republikanischen Partei im Milwaukee County, bezeichnet das als Witz, der Demokraten provozieren solle. Gleichzeitig macht er deutlich, dass sich viele in der Partei eine weitere Amtszeit Trumps sehr wohl wünschen würden.

Auch an der Basis ist die Unterstützung groß. Ein Republikaner, der sich nur als Jeff vorstellt, vergibt für Trump die Bestnote. Für ihn steht bei der Wahl weit mehr auf dem Spiel als nur parteipolitischer Erfolg. Er warnt davor, dass eine Niederlage der eigenen Seite schwere Folgen für Demokratie und Republik haben könnte – und hält sogar einen Bürgerkrieg für denkbar.

Entscheidung über mehr als den Kongress

Am 3. November geht es in den USA nicht nur um die Mehrheiten im Kongress in Washington. Im umkämpften Bundesstaat Wisconsin werden zugleich weitere wichtige Ämter und Gremien neu gewählt:

Für die Republikaner ist die Lage heikel. Zwar kontrollieren sie beide Kammern des Kongresses, doch bei Zwischenwahlen verliert die Partei des Präsidenten traditionell Sitze. Dazu kommen die schlechten Umfragewerte von Trump, die als mögliches Warnsignal für eine Niederlage gelten. Die Messe in Wisconsin zeigt damit vor allem eines: Wie tief das Land politisch gespalten bleibt.

Quelle: SRF

Mehr aus Politik

Wong bekennt sich schuldig
Politik02. September 2026

Wong bekennt sich schuldig

Der inhaftierte Demokratie-Aktivist Joshua Wong hat sich in Hongkong in einem weiteren Verfahren schuldig bekannt. Dem 29-Jährigen wird Verschwörung mit ausländischen Kräften vorgeworfen, es drohen weitere Jahre Haft.

Alarm um Tunesiens NGOs
Politik02. September 2026

Alarm um Tunesiens NGOs

Menschenrechtler werfen Präsident Kais Saied vor, in Tunesien immer härter gegen die Zivilgesellschaft vorzugehen. Laut Aktivisten und Human Rights Watch werden Organisationen eingeschüchtert, suspendiert und strafrechtlich unter Druck gesetzt.

Berlin schlägt gegen Moskau zurück
Politik02. September 2026

Berlin schlägt gegen Moskau zurück

Nach einem vereitelten Drohnenangriff am Flughafen Leipzig macht die Bundesregierung Russland verantwortlich. Berlin reagiert mit der Schließung des letzten russischen Generalkonsulats in Deutschland und weiteren Maßnahmen.

Neue Angriffe im Nahen Osten
Politik02. September 2026

Neue Angriffe im Nahen Osten

Die USA haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran nahe der Straße von Hormus angegriffen. Iran meldet zivile Opfer und reagierte laut Jordanien mit 13 ballistischen Raketen auf den jordanischen Luftraum.

Flut-Horror in Nepal
Politik01. September 2026

Flut-Horror in Nepal

Nach den schweren Überschwemmungen im Himalaya sind allein in Nepal mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Tausende gelten in Nepal und China weiter als vermisst, während Helfer vor wachsenden Gesundheitsgefahren warnen.

Berlin zeigt Moskau an
Politik01. September 2026

Berlin zeigt Moskau an

Die deutsche Regierung macht Russland für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig verantwortlich. Nach neuen Ermittlungen kündigte Berlin Sanktionen, schärfere Einreisekontrollen und die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn an.