Politik

Trump-Deal um Venezuelas Öl

29. August 2026
Trump-Deal um Venezuelas Öl

US-Präsident Donald Trump spricht von einem Öl-Abkommen mit Venezuela, das den USA Zugriff auf mehr als 65 Milliarden Barrel sichern soll. Viele Details sind offen, während Washington vor allem auf Öl und Investitionen setzt.

Die USA haben nach Angaben von Donald Trump eine weitreichende Vereinbarung mit Venezuela geschlossen. Der Präsident erklärte, die Vereinigten Staaten kontrollierten damit künftig mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven. Zugestimmt habe laut Trump die amtierende Präsidentin Venezuelas, umgesetzt werde das Ganze zusammen mit der Privatwirtschaft. Für die USA sei das ein Schritt zu günstigeren Spritpreisen über Jahre hinweg, ohne Belastung für die Steuerzahler.

Viele Milliarden, viele offene Fragen

So groß die Ankündigung klingt, so unklar bleibt bisher der genaue Inhalt. Offen ist etwa, ob es sich um einen Verkauf handelt, um die Übertragung von Rechten oder um eine andere Konstruktion. Ungewöhnlich ist vor allem, dass die US-Regierung laut Darstellung aus Washington Zugriff auf Ölfelder eines anderen Staates bekommen soll. Zusätzlich bleibt die Frage, wie Vorkommen gleichzeitig einem anderen Land und privaten Unternehmen zugeordnet werden können.

Marco Rubio stellte den Deal als Vorteil für beide Seiten dar. Der US-Außenminister sprach von fast 100 Milliarden Dollar an privaten Investitionen für Venezuela, von Tausenden gut bezahlten Jobs und von einem Beitrag zum wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes.

Der Weg zum Abkommen

Die Vorgeschichte reicht in den Januar zurück. Damals nahmen US-Soldaten den früheren Machthaber Nicolás Maduro bei einer Kommandoaktion in Caracas fest und brachten ihn nach New York. Dort soll ihm wegen sogenannten Drogenterrorismus der Prozess gemacht werden. Anschließend arrangierte sich Trump rasch mit Delcy Rodríguez, die Maduro im Amt folgte. Parallel drängte Washington darauf, venezolanisches Rohöl in die USA zu liefern und US-Konzerne für ein Engagement im Land zu gewinnen.

Politisch zeigt sich dabei eine klare Priorität der USA: Im Vordergrund stehen Öl und wirtschaftlicher Wiederaufbau, nicht ein schneller demokratischer Umbau Venezuelas. Die demokratische Opposition um Maria Corina Machado wird von Trump laut der bekannten Linie nicht unterstützt. In Washington scheint damit vorerst vor allem eines zu zählen: die langfristige Sicherung des venezolanischen Erdöls.

Quelle: Tagesschau

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